Aufsatz 
Textberichtigungen zur Antigone des Sophokles / von Heinrich Feußner
Entstehung
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Nr. 7. Vers 354 362.

†φ˙semενμ νπόνmGἀeνέα‿εν PpGμι d⁴οαασνσνν&μοισσς

67⅜% sε˙ddεατο ν Ivᷣααιιινν r6.*ο dσοω½ α mαε˙⁸με d⁰ςρονμοα ¶̃́ εeν᷑εν 8e-,

ανπν ονσσςεꝑ ⁴πμονο 6r 05d8 BpTer³ rd ANov. Ald.‿o6νο

cPpeðεεν ddder

Die Lücke des Metrums in V. 356 iſt ſchlecht ergänzt worden durch Verwandlung des hand⸗ ſchriftlichen als& in vratSgeu oder 8Sgeuu, Wortformen die gar nicht belegbar ſind, und wenn ſie es wären, dennoch hier verworfen werden müßten wegen des logiſch falſchen Gegenſatzes, den ſie zu d pc. bilden, denn das unter freiem Himmel befindliche iſt nicht Gegen⸗ ſatz vom Naßkalt en(d ½269), ſondern das iſt das Trockenkalte(aεε.μ). Die beiden Adjektive ſind richtig überliefert worden, aber nur die alsp énn kommen den*⁴μ.eο(dem Froſtwetter), dagegen die d ρμ 3p edn den SpGcor(der Näſſe, dem Regenwetter) zu, welches Wort ausgefallen iſt, vergl. Aesch. Ag. 326 τν vνπιαιάι ερμιέέιννττπτι³υφmν dp6ν τ ἀιαρ νQάφςν ευννss und Herod. 2, 68 Sepτεο d&oπωτεο 5N Tns Te a*˙ InS ιι dpGοσαον. Deutſch heißt es: des Froſt⸗ und Regenwetters trocken⸗ und naßkalten Wetterſchlag.

In V. 362 freut es mich, mit Seyffert in Herſtellung des o? dedäterar zuſammengetroffen zu ſein; offenbar iſt hier die verneinte Wiederholung des V. 355 vorausgegangenen ddsa᷑o er⸗ erforderlich. Daſſelbe Zuſammentreffen hat ſtatt gefunden in der Auffaſſung des ⁴ερεμ⁵ερον 6&οες V. 367; ich kann daher die Stelle, worauf ich oben hingewieſen hatte, ganz übergehen.

Nr. 8. Vers 590 591.

5 2 dνςαἀνειναοων O.τονςσιεμμοωσσσν μꝓνꝙνισαμάε ᷣꝶσι⁶α.

In dieſer überlieferten Geſtalt muß ich die Stelle feſthalten gegen die Veränderungen, welche man mit ihr vorgenommen hat. Das Neutrum des Adjektivs dweαενesoy iſt ſubſtantivirt und heißt das Sturmwetter, Sturmgetoſe, die Stelle alſo:und das Sturmwetter hallen ſtöhnend wieder die fluthgepeitſchten Küſten. Das iſt der richtige und in der dich⸗ teriſch ſchönſten Form ausgedrückte Gedanke, den das zweite Satzglied fordert. To Sredeuoy das Sturmgetoſe auf der Oberfläche, das die Brandung gegen die Küſte wirft, im zweiten Satzglied ſteht gegenüber dem o1αꝙ ꝙꝓαπ ντι‿ν, ddas in die Tiefe hinabgreift, im erſten Satzglied; jenes äußert ſeinen Einfluß auf die deral, dieſes auf das d9eßoc dclνoy oder den 8u. Alle vorgenom⸗ menen Veränderungen der Lesart ſtören die Harmonie und Schönheit des Bildes.