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und er hat dieſes gethan, anfangs zufällig(V. 19), dann aber mit bewußter Abſicht(V. 44), un⸗ fern der nach Kolonos führenden Straße am Rande des Eumenidenhains, wo ein urzeitliches Na⸗ turereigniß ein weit bis unter Athen hin(291 ASm V. 58) ſich erſtreckendes Felſenflötz durchbrochen und mit dem einen Theil höchſtens 2 Fuß tiefer gelegt hatte, ſo daß an der nicht ge⸗ ſenkte Hälfte vorn an der Stirnſeite der nackte Fels einer ſteinernen Fußſchwelle gleichend, daher Iaνας od. a³νανονιι ⁵˙dds genannt, zu Tage trat. Auf dieſem von der Natur gebildeten Bo⸗ denabſatz(Arsrapoy ãον, deτσπ πκέινεροο, dvreer ν 811*), welcher zugleich der Anfang des geweihten Haines war, hatte Oedipus Platz genommen. Er verläßt dieſen Sitz nur kurze Zeit, als auf geſchehene Anzeige die Gemeindevorſteher von Kolonos, welche den Chor bilden, näherer Erkundigung halber herannahen, und begibt ſich aus Beſorgniß, daß er ſo nahe am Ende des Hains nicht vor Fortweiſung ſicher ſein möge, weiter in das Innere des Hains. Als der Chor zu ſeinem Erſtaunen den ihm bezeichneten Platz vom Schutzflehenden verlaſſen ſieht, ſeiner aber nach einiger Zeit tiefer im Innern anſichtig wird, iſt er angelegentlich beſtrebt, denſelben von dem heiligſten Theile des Hains, den kein menſchlicher Fuß und kein Laut menſchlicher Stimme entweihen darf, abzuhalten, und mahnt dringend, wieder in ſeine Nähe heranzukommen auf einen Boden, wo es ge⸗ ſtattet ſei, daß er ihnen ſeine Angelegenheit vortrage. Da Oedipus zaudert aus Beſorgniß, fort⸗ gewieſen zu werden, wenn er ſo nahe ans Ende des geweihten Bodens ſich begebe, und dieſe Be⸗ ſorgniß auch ausſpricht, ſo gibt der Chor die feſte Verſicherung, Oedipus könne getroſt bis dahin herantreten, gewiß werde Niemand von dem Sitze, den der Chor ihm bezeichne,&ν‿ τννν εdga o, ihn gegen ſeinen Willen fortweiſen. Mithin iſt das dem Chor eine ſelbſtverſtändliche Sache, daß Oedipus als Schutzflehender an der bezeichneten Gränze einen Sitz einzunehmen habe, und als dieſer endlich nach mehrmaligem Zaudern und wiederholtem Zureden zur Stelle gekommen iſt, ſagt ihm der Chor noch beſtimmter:„Da, wo du biſt, und nicht mehr über dieſe ihre Felſenſtirn uns zukehrende Bodenerhebung hinaus beuge den Fuß zum Sitzen.“ Nur dieſes kann 6 α ε Xα εεν, das völlig gleichbedeutend mit 26da adureny V. 19 iſt, heißen, nicht, wie man es verſtanden hat, den Fuß im Gehen weiter ſetzen, was„da oaipee— iver—„Gεα⁴αe u. a. heißt. Denn das Verbum„Lipeey bezeichnet immer ein mit Aufgeben der Spannkraft und mit Veränderung des Schwerpunkts verbundenes Herausdrängen oder Heraustreten aus der bald ſenkrecht bald wagerecht gedachten geraden Linie: es kann alſo von einem aufrecht Stehenden nicht geſagt werden, wenn er mit Beibehaltung ſeiner aufrechten Stellung den Fuß fortbewegt, ſondern immer nur wenn er mit Abſpannung der Glieder und Veränderung des Schwerpunkts aus aufrechter Stellung zum Sitzen, Liegen oder Anlehnen übergeht; von einem Heere nicht, wenn es ſeiner Stellung und ſeines Zu⸗ ſammenhalts mächtig Bewegungen vor⸗, ſeit⸗ oder rückwärts macht, ſondern nur, wenn es von feind⸗ licher Uebermacht aus ſeiner Aufſtellung gedrängt, Schwerpunkt und Zuſammenhalt verliert, dem Feinde erliegt. Wäre dieſer Begriff dem Wort nicht weſentlich eigen, ſo könnten ſeine Ableitungen, wie anln Lager, Bette, dα‿νs und A³ανi Lehnſtuhl, Seſſel,„Lioia Zelt zum Liegen u. ſ. w. nicht ſo ganz in dieſe Bedeutung übergehn. Die Worte„6˙ dα*αμι s in unſerer Stelle enthalten alſo entſchieden die Aufforderung zum Sitzen, und ſie gehören auch als Prädikat mit zu dem voran⸗ ſtehenden uros(Sc. 6α νκα⁴μς ον), und man hat bei dieſem kein aSioτασο, consiste, subsiste 3


