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Hier erregen die Worte ˙8 des überlieferten Textes, die daneben auch noch ganz fehlerhaft 86, , hao in den Handſchriften geſchrieben erſcheinen, durch ihre ſprachwidrige Form Anſtoß; denn ſie ſollen Konjunktiv eines mit paſſiver Form gebildeten Aoriſts ioSny od. 60 8„„ Konj. 6086 zu zLouae ſein, während ſich weder bei den Tragikern noch im Umfang der ganzen griechiſchen Sprache eine Spur von einer ſolchen Aoriſtform findet, und erſt von einigen ſpäten Schriftſtellern ſeit dem 2. Jahrh. n. Ch. von α.˙μ½̈ε½εοοσοναι ein Aoriſt euaeo Sn od. a.SeoSar gebraucht worden iſt. Es haben daher auch ſchon die alten Grammatiker und Scholiaſten die Richtigkeit dieſer Form bezweifelt und dafür die Variante α(verſchrieben zorc und f α⁴⁶) theils empfohlen, theils wirklich in den Text aufgenommen, gegen die formell nichts einzuwenden iſt, wohl aber gegen das Paſſende ihres Sinnes. G. Hermann, der die Sinnwidrigkeit der Lesart erkannte, ſagt darüber zur Wider⸗ legung Reiſigs, der ſie vertheidigte: immo ᷣĩσα non est apte dictum. Nam cur interroget Oedipus, an consistere debeat, quum id eum facere non modo chorus semel iterumque jus- serit, sed factum esse etiam ipse judicaverit, obrοoοα interrogans? Constitit ergo. So weit vollkommen richtig, wenn er aber nun fortfährt: Postquam constitit autem, quid porro facere debeat, eum quaerere consentaneum erat. Quid aliud vero virum senem et caecum eo loco, a quo non discedendum sibi esse audit, facere censebimus, quam ut considat, fessis longo itinere membris quietem daturus? Itaque an considere se hic oporteat, quaerit, re- spondetque ei chorus ita, ut qua parte liminis et quomodo considendum sit dicat, ſo über⸗ eilt er ſich und hat weder das, was in dem der fraglichen Stelle Vorangehenden und Nachfolgenden, namentlich V. 176 in den Worten: oëros irrore O'e 559 Gοꝙ u. ſ. w., V. 192 in den Worten: abrop— unners oνν ντνετον 1‿ꝓ⁵τ ‧ τπ˙‧ m*ᷣeμ⁴es, V. 195 in den Worten: X.⁸ ε⁴ε † νν ⁴μφκν ddν 9αmeνiνς νναυανα geſagt iſt, mit der Schärfe aufgefaßt, die durchaus erforderlich iſt, wenn die Herſtellung einer verderbten Stelle ſicher gelingen ſoll; noch auch dasjenige, was im gegebenen Fall die Sachlage an ſich ſchon, ſelbſt wenn es nicht ausdrücklich ausgeſprochen wäre, nach der Anſchauungsweiſe des Alterthums als ſelbſtverſtändlich fordern mußte, ſich klar ver⸗ gegenwärtigt. An dieſen Mangel ſcharfer Auffaſſung, wie ihn das Nachfolgende deutlicher zeigen wird, reiht ſich dann der zweite ſehr bedenkliche Schritt; Hermann nimmt eine dem ganzen klaſſi⸗ ſchen Sprachgebrauch zuwiderlaufende Wortform in Schutz und hält mit Beſeitigung des Frage⸗ wörtchens J, das allerdings nicht recht am Platz iſt, das einfache 8 86„ſoll ich mich ſetzen?“ für die vom Dichter herrührende ächte Lesart. Die Weiſe, wie er dies vertheidigt, iſt, wie man das von Hermann nicht anders erwarten kann, eine geſchickte; aber ſie enthält gleichwohl nicht die vollwich⸗ tigen und zuverläſſigen Gründe, die der Kritiker haben müßte, ehe er zu der bedenklichen Annahme von etwas, was ſich aus dem ganzen übrigen Sprachgebrauch nicht nachweiſen läßt, ſei es wie hier eine ganz ungewöhnliche Formbildung eines ſonſt gebräuchlichen Wortes, oder wie in andern Fällen ein ganz unbelegbares Wort ſelbſt, ſich beſtimmen läßt. Faſt immer wird ein tieferes Eindringen in Sinn und Zuſammenhang an ſolchen Stellen auf eine andere beſſere Berichtigung des Schad⸗ haften führen. Verſuchen wir es daher auch hier mit einer genaueren Prüfung nach Sache und Sprache. Oedipus iſt als Schutzflehender in dden Eumenidenhain nunweit Kolonos eingetreten. Als ſolcher hat er nach feſtſtehendem religiöſem Brauch an der geweihten Stätte einen Sitz einzunehmen,


