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als rOινιν⁶μαιν εαᷣμεᷣτe et⸗ und V. 54 als Sovxdxot, alſo als das, was ſie waren, als Aufſeher der Schaf⸗ und Ziegenheerden und als Rinderhirten bezeichnet) B. 232 Sornpes Beree 4u0⸗ Gaga. „6. ⁵μοιό) d. i. roßweidende(roßlenkende) Hirten nennen.
Das ſind doch theils ſo ungereimte Bezeichnungen an ſich, theils ſo auffallende Widerſprüche mit dem, was der Dichter ſonſt fagt, und mit der ganzen im Stück gegebenen Sachlage, welche dieſe beiden Stellen enthalten, daß ſie in jedem neueren Dichtwerk für lächerliche Gedanken⸗ und Geſchmackloſigkeiten gehalten werden würden; und die könnten bei einem Sophokles arglos hinge⸗ genommen werden? Müßten nicht vielmehr den begründetſten Verdacht wecken, daß in die Lesart ein Verderbniß gekommen ſei? Aber ſo nahe die Aufforderung zu eingehender Prüfung in der Be⸗ ziehung gelegt iſt, ſo iſt ſie doch von keinem Herausgeber oder Erklärer bisher ernſtlich unternommen worden. Statt der widerſinnigen Lesart, die ſich mit keiner weder ſpratchlich noch ſachlich zuläſſigen Erklärung rechtfertigen läßt, entſchloſſen zu Leibe zu gehn, und ihre nothwendige Unächtheit auf Grund der ſicher ermittelten Gränzen des Sprachgebrauchs und der klar gedachten Lage der Dinge, in deren Mitte uns der Dichter verſetzt, feſtzuſtellen, hat man ſich mit erzwungenen Wortdeutungen, welche die Gründe des Zuläſſigen weit überſchreiten, und mit ſachlichen Erläuterungen, die zu der Lage der Dinge, in der ſich die Vorgänge unſeres Dramas bewegen, gar nicht gehören oder auch an ſich unrichtig ſind, über die Unangemeſſenheit der Ausdrücke hinauszuhelfen geſucht. Der Raum geſtattet mir nicht, auf alles Einzelne einzugehen. Nur Einiges ſei kurz berührt. Die gewöhnlichſte Erklärung von rons deιν„die von Roſſen(luſtig) durchſchwärmte Au“ läuft dem griechiſchen Sprachgebrauch aus mehreren Gründen ganz zuwider. Deun erſtens macht ſie das Adjektiv kamopcyng zu einem ſchmückenden, d. h. eine gute Eigenſchaft ausſagenden Beiwort; die mit— gaung gebildeten adjektiviſchen und mit—„aréo gebildeten verbalen Zuſammenſetzungen ſind aber immer tadelnde, Fehlerhaftes rügende Ausdrücke, und bezeichnen, von lebenden Weſen gebraucht, eine über das Naturgemäße hinaus ins Krankhaftübertriebene geſteigerte Begierde, von Unbelebtem gebraucht, ein bis zum Naturwidrigen geſteigerter Trieb nach dem, was der erſte Worttheil der Zuſammenſetzung benennt. So ſind die Ausdrücke, die man zur Rechtfertigung von nπαοανμιανινα eεμαν anführt: deν˙dαα Sαασ0Τ_! 1ra und rlAohuavobyra nur tadelnde Bezeich⸗ nung für Bäume, die ſo geil ins Holz oder Lanb treiben, daß ſie keine Frucht anſetzen, und aedα 5OM„νοενντα bei Strabo 14, 684 Ebenen, deren Boden ſo üppig jungen Holzaufwuchs treibt, daß er damit auf ihm augelegtes Saatland überwuchert und zum Getreidebau untauglich macht. Zweitens begeht dieſe Erklärung den logiſchen Fehler, daß ſie das, was der erſte Worttheil benennt, die Pferde, zum Subject der durch den zweiten Worttheil bezeichneten Thätigkeit macht, während es dem Sprachgeſetz nach immer das Objekt derſelben ſein muß: denn ſie ſetzt inouans Aersν AXνσςmέOᷣσσαινν ⁵εμαιυνοωομέ̈οαν eine Wieſe raſender(ſichttummelnder) Pferde, während es doch nur= Xelε⁵α⁴ονσmℳμέωαυι,εινοσ εμmqõ(¶ανααις, eine auf Pferde verſeſſene(nach ihnen lüſterne) Wieſe ſein kann.— Sodann ſei bemerkt, daß eine Pferdeweide und daß Pferde⸗ hirten goripes irrot, welche man ſo arglos hinnimmt, daß einer der neuſten Herausgeber ſogar weiß, daß man ihnen vorläufig auch die Rinder mit übergeben habe, bei dem griechiſchen Heer gar nicht vorhanden waren: denn die Streitroſſe der Helden wurden nur im Stall des Zeltes gefüttert. Nirgends iſt bei Homer eine Spur, daß man ſie auf die Weide ge⸗


