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dung, die ihrer Idee nach mehr„intenſiv als extenſiv“ iſt. Ihre Fortſetzung findet ſie in der Fortbildungsſchule. Die Gymnaſien haben die Beſtimmung,„Bildungsanſtalten für diejenigen zu ſein, die einſtens durch ihre Stellung im Staate vorzugsweiſe die Aufgabe haben, die Träger und Leiter der höheren Ideen zu ſein, der Ideen der Wahrheit und Wiſſen⸗ ſchaft, der Religion und Sittlichkeit, des Rechts und der Ge⸗ rechtigkeit, des öffentlichen und des Privatwohls.“ Geſchichte, Sprachen und Literatur ſind die„vorwiegenden Gegenſtände, an denen die Gymnaſien die Bildung ihrer Zöglinge zu ver⸗ mitteln ſuchen, und hier zunächſt wieder die Sprachen der beiden antiken Kulturvölker, der Griechen und Römer“. Ihre Fortſetzung finden die Gymnaſien in der Univerſität. Die Realſchulen endlich ſind die Schulen des„höheren Bürger⸗ ſtandes“, d. h. des Standes,„der weniger ſelbſt mit den Hän⸗ den arbeitet, als die Arbeit anderer überwacht, leitet, be⸗ herrſcht. Hierher würden zu zählen ſein: Fabrikanten, Kauf⸗ leute, Materialiſten, Apotheker, größere Landwirte, Mechani⸗ ker, Künſtler, Berg⸗ und Hüttenleute, Kunſtgärtner, Poſt⸗ beamte, Geometer, Kommunalbeamte, Gehülfen im Rech⸗ nungs⸗, Steuer⸗ und Verwaltungsweſen, höhere Militärs, Wund⸗ und Tierärzte und endlich alle Handwerker, von denen ein gewiſſes Maß von Kenntniſſen und Kunſtfertigkeiten verlangt wird.“ Die Realſchulen ſind nicht eine„grundloſe Neuerung, nicht ein Luxus der Geldariſtokratie, ſondern ſie ſind die Folge der höheren Bedeutung, die der Bürgerſtand im modernen Staate einnimmt“. Alle Berufsarten, denen die Realſchule zu dienen hat, haben das Gemeinſchaftliche, „daß ſie einmal auf die Gegenſtände der äußeren Natur und die in derſelben wirkenden Kräfte, dann auf die Mathematik, als den Schlüſſel für alle Verhältniſſe der Größe, der Form und Bewegung hingewieſen ſind.“ Die Hauptunterrichts⸗ gegenſtände der Realſchule ſind demnach die Naturwiſſen⸗ ſchaften und die Mathematik. Dazu kommen noch das Zeich⸗ nen und eine oder zwei fremde Sprachen,„nämlich die Spra⸗ chen der neben den Deutſchen hervorragendſten Kulturvölker der neueren Zeit, der Franzoſen und Engländer.“ Dieſe Fächer bilden das„Charakteriſtiſche“ der Realſchulen und entſprechen ihrem„techniſchen Prinzip“. Das„ethiſche Prin⸗ zip“ hat in ihnen, wie in jeder Schule, ſeine unwandelbare Baſis in Religion, Geſchichte, vaterländiſcher Sprache und Literatur.“ Die Realſchule findet ihre Fortſetzung in der „höheren Gewerb⸗ oder polytechniſchen Schule.“— Nach einem kurzen Ueberblick über die Geſchichte des Realſchulgedankens


