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und die Auſgaben der neuen Schule verbreitete. Dieſe Rede iſt pädagogiſch ſo bedeutungsvoll und gewährt einen ſo tie⸗ fen Einblick in die Geiſteslage jener Zeit, daß wir es uns nicht verſagen können, ſie wenigſtens in ihren weſentlichſten Teilen hier wiederzugeben.
„In den finſteren Weltſtürmen, die alle Grundlagen des ſittlichen Lebens erſchütternd, alle Verhältniſſe ſtörend, die Sinne der Schwachen verwirrend, durch unſer Jahrhun⸗ dert brauſen, eine leuchtende Erſcheinung, die den Blick mit ſüßer Bewunderung feſſelt und das Herz des Menſchenfreun⸗ des zu den kühnſten Hoffnungen hebt,— das ſind die rieſen⸗ haften Fortſchritte unſeres Geſchlechtes in Wiſſenſchaft und Kunſt“, ſo beginnt die Rede und ſchildert nun mit begeiſter⸗ ten Worten die Fortſchritte, die im Anfang des 19. Jahr⸗ hunderts auf den Gebieten der Naturwiſſenſchaft, der Technik, der Wirtſchaft und der Civiliſation gemacht wurden. Alle dieſe Fortſchritte hätten einen tiefen Einfluß auf die menſch⸗ liche Wohlfahrt gehabt, eine große Maſſe von Gütern auf⸗ gehäuft, die nunmehr auch weniger Begüterten zugute kämen, was den denkenden Menſchenfreund, der allen Menſchen Ge⸗ nuß des Daſeins wünſche, mit ſüßer Freude erfüllen müſſe. Dieſe Freude aber werde für den Deutſchen noch erhöht, wenn er ſehe, daß ſein Vaterland bei der neuen Geſtaltung ſeiner politiſchen und finanziellen Verhältniſſe einen neuen, unberechenbaren Aufſchwung nehmen werde.
Der Redner deutet hin auf den Glanz unſeres Vater⸗ landes im Mittelalter, auf den Rückgang des Handels und der Induſtrie nach Entdeckung des neuen Seeweges nach Oſt⸗ indien, auf den Verluſt ſeines Kapitalreichtums durch die Glaubenskriege, auf die Verſchlimmerung ſeiner Grundſätze und Sitten, ſeit fremder Einfluß mächtig geworden ſei. Nun aber ſtehe der Stern des Heils für Deutſchland wieder hell⸗ leuchtend am Himmel. Die Nation habe ſich wieder geeinigt, der Zollverein habe eine Schutzmauer um die deutſche In⸗ duſtrie gezogen, indeß die Schlagbäume der Binnenmauten gefallen ſeien, die Induſtrie gewinne von Tag zu Tag an Kräften und der Rhein ſei wieder eine der befahrenſten Straßen der Welt geworden. Die Weiſen und Einflußreichen hätten endlich die Ueberzeugung gewonnen, daß die Größe und das Glück Deutſchlands nur dann dauernd gegründet werden könne, wenn ihm ſeine Nationalität zum Bewußt⸗ ſein gebracht werde.„Soll nun aber“, ſo fährt die Rede wört⸗ lich fort,„auch in unſerem Vaterlande von den eben genann⸗


