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6500 Mann. Die Verbindung zwischen den Linien und der Feldarmee bei Philippsburg (Waghäusel) besorgten 6 Bataillone und 3 Grenadierkompagnien der fränkischen Kreis- Infanterieregimenter Bassewitz, Höltzl und Haller, außerdem 10 Schwadronen.!)
Gerade von den in militärischer Hinsicht leistungsfähigsten Fürsten von Preußen, Hannover, Hessen-Kassel war noch kein Mann im Feld erschienen, als Prinz Eugen am 27. April 1734 im Lager zu Waghäusel eintraf. Und dabei war bei der numerischen Überlegenheit der wohl vorbereiteten Franzosen ein frühzeitiger Angriff zu erwarten.
Schon Ende März stand ihre Hauptarmee unter Berwick in einer Stärke von 50000 Mann bei Speier. Der Herzog von Noailles nahın mit 30000 Mann bei Kaisers- lautern Stellung, und ein drittes Korps von 20000 Mann schickte sich zum Vorstoß in das Moseltal, gegen Trier und Trarbach an. Mitte April zog Berwick die Heeresabteilung von Noailles an sich und formierte am Rhein zwei Armeen. Sein Operationsziel war die Festung Philippsburg. Mit der Hauptarmee gedachte er über Fort Louis gegen die Ettlinger Linien vorzubrechen und die Aufmerksamkeit der Deutschen nach dieser Richtung zu lenken, während gleichzeitig ein anderes Korps unter Marquis d’Asfeld bei Neckarau (Mannheim gegenüber) den Rhein passieren und die Stellung der Kaiserlichen im Rücken fassen sollte. Vor Philippsburg sollten sich beide Heeresgruppen die Hand reichen. Berwick schritt, zumal da der Hof drängte, mit Beginn des Monats Mai zur Verwirk- lichung seines Planes.
Während d’Asfeld den Kaiserlichen gegenüber bei Speier stehen blieb, überschritt Berwick Sonntag, den 2. Mai 1734, mit dem Gros der Armee den Rhein bei Fort Louis und bezog zwischen Iffezheim und Sandweier ein Lager. Die Vorhut jedoch unter Noailles erreichte noch an demselben Tage Rastatt,
Die bei den Akten dieser Zeit liegende namenlose„Kurtze Beschreibung der hier (Rastatt) durchpaßirten Frantzösischen armee“, vielleicht die Kopie des Berichts des Rastatter Amtmanns, weiß darüber zu erzählen:„den 2ten dieses Kame Hr. general duc de Noailes, Comte Moritz und andere mittag umb 3 Uhren ohnversehens dahier an, und haben mit sich gehabt 750. Grenadiers, 960 Dragoner, 50 Husaren‘und 300. Gens-d’armarie..... nachts umb 10 Uhr lies mich ged. general abermahlen zu sich beruffen, fragte mich nach der Linie, was vor trouppen darinnen Kayserl. oder würtembergische, ob es föst, und wo ‚am besten zu zukommen seye, welchem dann sagte, ich wüßte von. dießem allen nichts zu sagen, in deme- ich nicht in die Linien Kommen. ich solte ihme von meinen leuthen, welche daran geschantzet, die berg bei Malsch zeigen lassen, gabe zur antwort, ‚mein leuth hatten in der ebene und die würtenbergischen in denen bergen geschantzet, worauf. Er mich gehen lassen“,
Montag, den 3. Mai, früh um 4 Uhr marschierte die Vorhut in der Richtung auf Malsch ab.„Ich mußte aber“, fährt der Bericht fort,„Jedem grenadier ein glaß branden- wein geben lassen 2..... eben dießen tag frühe umb 6 Uhr langte die ganze Armee an, wobey H. general duc de Berwick und Printz Tingry sambt vielen anderen, wehrte auch der Marsch auf 2 Straßen biß abends um 4 Uhr, die eine Linie über alte bruckhen .... die andere über die untere bruckhen hinter den Pallisaden herum, zu dem rhein- awer Thor hinauß umb den garthen und die All6e hinunter, marchirten gerathenweeg
!) Von den fränkischen Kreis-Regimentern Bayreuth-Kürassiere und Bibra-Dragoner.


