wi
österreichischen Plane, sondern auch mit den erhaltenen Spuren teilweise im Widerspruch. Während er nämlich diese Linienstrecke bei der Bulacher Kapelle enden läßt, zeigt sich gerade von hier bis zur Bahn eine zusammenhängende Wallinie, die hart an der Bahn die Höhe von 2m erreicht. Die Übergänge über den Malscher Graben und die Schleusen waren durch Brückenköpfe auf der westlichen Grabenseite geschützt. Eine Schanze sicherte die Brücke Bulach—Bannwald und die daselbst zur Inundierung des Malscher Grabens angebrachte Schleuse. Die westliche Wallseite ist noch auf 20 m fast bis in Mannshöhe erhalten, auch der Graben ist deutlich erkennbar. Weitere Anlagen auf dem westlichen Ufer deckten die Brücke Bulach—Grünwinkel, die Brücke an der Kapelle und die Schleuse dicht am Übergang der strategischen Bahn über den Malscher Graben. Von der Mündung des Grabens bis zu dieser Schleuse wird man sich wegen der ansehnlichen Erhebung des Geländes auf eine Anstauung des Wassers im Graben beschränkt haben.
Südöstlich des heutigen Bahnüberganges senkt sich das Gelände ziemlich tief zu einem wasserreichen, vom Malscher Graben durchflossenen Wiesenstreifen hinab, dessen Überschwemmung bis hinauf zur Johannesbrücke durch die zuletzt erwähnte Schleuse bewirkt werden konnte. Der das Wiesenland in der Richtung zum Rüppurrer Wald durchquerende Dammweg enthielt eine kleine Ablaßschleuse. Bis hinüber zu dem insel- artig gelegenen Schlosse Scheibenhardt übernahm die Inundation die Verteidigung. Das Schloß, von hohen Umfassungsmauern und tiefem Graben umzogen, war artilleristisch ausgestattet und stellte einen nicht zu unterschätzenden Stützpunkt dar.
Von Scheibenhardt zog eine Zahnlinie hinter(östlich) dem Krebsgraben in den Blumwald(Plomwald) hinein. Riecke läßt sie im Widerspruch zur Wirklichkeit westlich des Grabens verlaufen. Doch sind in dem Waldstück östlich des Grabens ihre Reste mit 4 ziemlich schön erhaltenen Redans, die als die einzigen von den heute noch erhaltenen Redans hinten durch Wall und Graben geschlossen sind, noch auf eine Strecke von 1 km zu verfolgen,
Die Bestreichung des Pürschweges, der z. B. für einen von Rastatt über Neumalsch in den Hardtwald vordringenden Gegner von Wichtigkeit sein mußte, suchte die alte Linie durch Werk Nr. 9 zu erreichen. Die neue, vorteilhafter angelegte Linie erstrebte den- selben Zweck durch Anlagen am Nordrand des überschwemmten Wiesengrunds. An der Stelle, wo heute der Pürschweg den Wald verläßt, um in südwestlicher Richtung als Dammweg die Wiesen zu durchschneiden, lag die„Stacketenredoute“, Nicht nur von ihr, sondern auch von den sich an sie rechts und links anhängenden Redans birgt der ver- botene Schlag ansehnliche Trümmer. Auch diese Redoute wird von Riecke zu weit nach Westen verlegt. Sie setzte sich mittelst eines Verhaus mit der schon genannten Krebsgrabenlinie, die in ihrer zweiten Hälfte durch den moorigen Seebruchwald auf das Nordosteck der Hohewiesen zulief, in Verbindung. Hier stand wieder eine Redoute. Ihre Reste weisen quadratischen Grundriß(45 m Seitenlänge), die Brücke ist an der Ostseite, Geschützstände fehlen.
Eine Befestigungsfront, noch heute am Ostsaum des Waldes in bedeutender Stärke sichtbar, stellte die Verbindung zwischen dieser Redoute und den Befestigungen an der ‚Johannesbrücke her.


