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Auch auf dem linken Albufer bewahrte die Linie zunächst den Charakter eines Verhaus. Am Südabfall des Brandberges„mitten im verhack gegen Spessert“ lag Nr. 12.1)
Westlich des Brandberges,„oberhalb am windwisenthal wo verhack und erden Linie ist,“ bei Nr. 11, begann eine zusammenhängende unregelmäßig gebrochene Schanzen- front, welche die Höhen zu beiden Seiten der Straße Ettlingen—Schöllbronn krönte. An der Straßengabel südwestlich von Spessart, der„spesserter ausfahrt gegen schollbronn*“, wo Posten Nr. 10 war, tiberschritt sie die Straße, um die Richtung hinüber nach dem Sommerberg einzuschlagen. Noch: heute sind am Nordhang des oberen Windwiesentals Reste von Erdwerken zu beobachten, westlich der Schöllbronner Straße dagegen sind auf eine Strecke von einem Kilometer Wall und Graben mit respektablem Profil, das an manchen Stellen eine 12 m hohe äußere Wallböschung aufweist, erhalten. Doch geben die Reste weder in Grundriß noch in Ausdehnung den Stand des spanischen Erbfolgekrieges wieder, vielmehr haben wir in ihnen die Überbleibsel der 1733/34 umgebauten und erweiterten alten Linie zu erblicken. Auch die vor der Linie liegende fünfseitige Redoute ist, wie schon bemerkt, eine Schöpfung der zweiten Bauperiode.
Ihre westliche Fortsetzung erhielt die Schanzenfront in einem zum Teil als Redan- linie(Nr. 9—1) angelegten Verhau, welcher der nördlichen steilen Talwand des Beier- bachtales folgte und am Westabfall des Sommerberges bei einer batterieartigen Anlage die Verbindung mit den Werken im Rheintal herstellte, Die heute noch auf dem West- ausläufer des Sommerberges(hinter derLinie) vorhandene vierseitige Redoute stammt eben- falls aus der Zeit des polnischen Thronfolgekrieges.
Die Verteidigungsanlagen des rechten Flügels im Rheintal gliederten sich in die zwei nach Bauart und Gelände ziemlich verschiedenen Abschnitte Gebirg—Hochufer und Hochufer(bezw. Daxlanden)—Pfinzmündung.
Erstgenannter Abschnitt, der wichtigste und widerstandsfähigste Teil der ganzen unteren Linie überhaupt, bestand aus zwei stark ausgebauten, quer über Berg- und Rheinstraße laufenden Flügelgruppen, deren Verbindung durch einen den oberen Hardt- wald als Redanlinie durchziehenden und durch eine Brustwehr nebst mehreren Stützpunkten verstärkten Verhau bewirkt wurde,
Der die Bergstrasse sperrende linke Flügel begann als Wall mit vorliegendem Graben am Westabhange des Sommerbergs und dehnte sich zunächst hinter dem trefflichen Annäherungshindernis des teilweise schluchtartig eingeschnittenen Beierbachtales, dann am Rande der Vorhügel des Schwarzwaldes etwa bis zu der Stelle aus, wo heute Staats- bahn und Landstraße Ettlingen—Rastatt sich kreuzen.
Werk Nr. 1, die„S. Anna Redoute,“ eine viereckige, allseits von Graben um- zogene Bedoute, lag zwischen dem Steilabfall des Gebirges und der Bergstraße. Ihre Aufgabe war die Bestreichung des Eingangs in das Beierbachtal. Vielleicht hat sich aus ihr die große fünfeckige„Weinberg-Redoute“ von 1733/34, von der noch Reste am Wald- rand erhalten sind, entwickelt.
Nr. 2„Am Thor gegen oberweyer“ war ein tenaillenartiges Werk, Es diente der unmittelbaren Bewachung der Bergstraße. Ein Stück Wall verband es mit dem auf dem Hochufer südlich von Ettlingenweier zu suchenden Werk Nr. 3. Hier stieg die
!) An ein Auffinden von Befestigungsresten auf der Strecke Dobel—Windwiesental ist bei der Vergänglichkeit des Baumaterials nicht zu denken.


