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am Rhein die Verbindung mit der Festung Philippsburg herstellte.!) In dem Kurfürsten Ernst Georg von Hannover haben wir also den Schöpfer der Ettlinger Linie zu erblicken. Feldzeugmeister Börner steckte die Linie Ende Oktober ab, worauf die Arbeiten sofort begannen. Villars erkundete am 27. Oktober in Person die Linie„et s’avanca jusque sur l’infanterie qui couvrait leurs travailleurs. De la il d&couvrit que cette ligne traver- sant le bois d’Ettlingen, s’&tendait depuis Ettlingenweier jusque pres de Mühlbourg, laissant derriere elle la riviere d’Ettlingen.(Pelet, VII, S. 267.) Die Werke in der Rheinebene waren schon im ersten Drittel des November nahezu fertig. On sut(fran- zösischerseits) le 8(Novembre),.... que toute leur infanterie&tait encore employte& achever la ligne.“(Pelet, VII, S. 267.) Auf deutscher Seite hatte man im Spätjahr 1707 noch einen schönen Erfolg zu verzeichnen. Der Kurfürst ließ am 17. September eine fliegende Kolonne unter dem Befehl des kühnen Reiterführers Grafen Mercy von Ettlingen abgehen, um das schon erwähnte Korps Vivans bei Offenburg zu überfallen. Die Kolonne marschierte im Alb- und Murgtal aufwärts, überstieg den Kniebis und erreichte bei Oppenau die Rheinebene. Am Morgen des 24. September wurde der Überfall ausgeführt, der das feindliche Korps zersprengte. 800 Franzosen blieben auf dem Platze.
Am 29. Oktober räumte Villars endlich-das schwer geprüfte Rheintal und am 8. November verließ der Kurfürst die Armee, deren Führung er für den Winter dem Feldmarschall Thüngen überließ. Die Truppen bezogen Winterstationen hinter den drei Linienabschnitten— zwischen Dobel und Philippsburg standen in der Hauptsache die fränkischen und schwäbischen Kreistruppen—, die Masse der Reichsarmee dagegen nahm zwischen dem unteren Main und Neckar Winterquartier,
Die Linie?) trug keineswegs einheitlichen Charakter. Es lassen sich zwei nach Bauart scharf getrennte Gruppen erkennen, Überall, wo Straßen aus dem feindlichen Gebiete heranführten, legte sich die Linie in Form von stark profilierten, mit Gräben3) um- zogenen geschlossenen und offenen Werken(Redouten, Tenaillen®), Redans?), die durch Wallkurtinen®) mit vorliegendem Graben unter einander verbunden waren, quer über die Anmarschlinie, so oben auf dem Spessart, an der Bergstraße bei Ettlingenweier, an der
1) Bezüglich des Verhaus den Rhein hinunter schreibt Feldmarschalleutnant von Zollern unterm 23. Dezember dem Markgrafen von Baden-Durlach:„also Kann mit Wahrheit’Ihro Durchl. versichern, daß in wenigen Tagen mit geringer Mühe mich unterstehe, eine solche Verwahrung am Rhein zu machen, daß nicht mehr die geringste gefahr zu befürchten wäre, um solche zu effectuiren, beruhet(?) auff eine gnädigste ordre von Ihro Durchl. damit die Dorffschaften, also Knieling, Neureuth, Eckenstein, Schreck(Leopoldshafen), Linkenheim und Hochstätten, ein jedes Dorff auf seinem bann nach anweißung des Ingeniers die waltung längst dem Rhein verhauen mögten. Den sogenannten Goldgrund(westl. v. Daxlanden), alwo die mehrste Arbeith, werde durch unsere Zimmerleuth machen laßen.“(H.u. St. A.)
2) Für die Zeit des spanischen Erbfolgekrieges kann man nur von einer Linie reden. Erst die im polnischen Thronfolgekrieg geschaffenen, zum Teil hinter einander liegenden Befestigungsfronten berechtigen zum Gebrauch der Mehrzahl.
3) Betrachtung der Reste läßt auf einen Graben mit steilen Böschungen und mäßiger Sohlen- breite schließen.
4) Tenaille(Zange, Schere), ein Werk, dessen Linien abwechselnd ein- und ausspringende Winkel bilden. M.
5) Redan(Zahn- oder Sägewerk), ein aus einer geraden Linie vorspringender Winkel. A_.
6) Kurtine, das Stück Wall, welches zwei Werke verbindet.


