Aufsatz 
Festprogramm, womit zu der am 2. Juli stattfindenden 300jährigen Gründungsfeier des Königlichen Gymnasiums in Hersfeld ergebenst einladet der Direktor Dr. Georg Friedrich Eysell
Entstehung
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guter oder böſer Geiſter ſtehe, bis zur Augenfälligkeit entſchieden. Im Zwielichte ſo bedenklicher Unklarheiten und ungelöſter Widerſprüche läßt ſich vorläufig nur eines vermuthen und das andere hoffen, erſtlich vermuthen, daß Johannas Schweigen mit dem Unglück des Vaterlandes im engſten Zuſammenhang ſtehe, und daß die Rettung des Königs und Reiches den Gegenſtand ihres gedankenvollen Sinnens bilde; 1

zweitens hoffen, daß ſie das Heil des Vaterlandes vielmehr auf guten als auf böſen Wegen zu ſtiften ſuche, ſollte ſie dazu auch keine andere, Waffe beſitzen, als die andächtige Fürbitte. ¹)

Die Beſtätigung des einen wie des andern aber muß dem weiteren Verlauf der Handlung vorbehalten bleiben, welcher vor⸗ ausſichtlich auch die übrigen Fragen und Zweifel aufhellen wird.

Scene 3. Bertrand, ein Landmann von Domremy, iſt in der benachbarten Stadt Vaucouleurs geweſen und kehrt von da mit einem Helm zurück. Mit Staunen ſehen Raimond und Thibaut das Kriegsgerät, und auf des letzteren Befragen erzählt Bertrand, wie ihm der Helm zuhanden gekommen: ²)

Kaum weiß ich ſelbſt zu ſagen, wie das Ding

Mir in die Hand gerieth. Ich hatte eiſernes

Gerät mir eingekauft zu Vaucouleurs;

Ein großes Drängen fand ich auf dem Markt,

Denn flüchtges Volk war eben angelangt

Von Orleans mit böſer Kriegespoſt. Im Aufruhr lief die ganze Stadt zuſammen,

*) Act I, Sc. 10: einsmals, als ich eine lange Nacht in frommer Andacht unter dieſem Baum geſeßen ꝛc.

²) Der Helm iſt reine Erfindung Schillers.