Aufsatz 
Festschrift zu der am 7. Januar 1897 stattfindenden Einweihung des Goethe-Gymnasiums in Frankfurt/M., hrsg. v. Lehrerkollegium
Entstehung
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in den Jahren 1806 1822 aus. Die Hauptpunkte seiner allseitig beifällig beurteilten Verwaltungsthätigkeit aktenmäßig darzu- stellen fehlt es hier an Raum; überdies haben dieFrankfurter Hausblätter schon Auszüge aus den Schulprogrammen gebracht, wie auch die Veränderungen der französischen Periode bei Wiese erwähnt sind.¹) Uber das gesunde Leben in diesem kleinen Schul- staate berichtet am 13. April 1807 ein Artikel derGöttingischen gelehrten Anzeigen(60. Stück) u. a. folgendes:Das Gymnasium zu Frankfurt macht Fortschrite... Unser ehemaliger gelehrter Mitbürger, in Vereinigung mit zwey andern Göttingern, den Herren Professoren Grotefend und Poppe, ziehen natürlicher Weise eine besondere Aufmerksamkeit ihrer ehemaligen Lands- leute auf sich und bestärken unsre Achtung durch den neuen Schwung, den sie, in Vereinigung mit ihren übrigen wackern Col- legen, der dortigen Lehranstalt geben u. s. f.. In der That ge- bührt, wie wir noch sehen werden, der damalsführenden Universität Göttingen, die eine höhere Lehrerbildungsanstalt von Weltruf geworden war, ein nicht geringes Verdienst um das Auf- blühen des Frankfurter Gymnasiums. Von der Georgia Augusta

eine Ausgabe des Aratus nebst Eratosthenes Catasterismen, Dionysius Periegetes und den Paraphrasen des Rufus Festus Avienus. Frankfurt 1817. Seine Schulreden handschriftlich im G.-A. Er hatte 1780 85 in Göttingen studiert (drei Jahre Mitglied des Seminars); 1787 Institutslehrer in Neuwied, 1789 dirig. Prof. des Gymnasiums zu Grünstadt, 1798 Professor der griechischen und lateinischen Sprache an der Mainzer Universität oder Zentralschule, auch Mitglied des Municipal- und allgemeinen Departementsrats. Nach Aufhebung der Zentralschulen in Frankreich zum Professor am Mainzer Lyceum bestimmt lehnte er ab und übernahm zum zweiten Male die Direktion des Gymnasiums in Grünstadt. Kurz nachher an das hiesige Gymnasium berufen trat er den 14. Mai 1804 sein Amt als Professor an. Am 29. Mai 1806 zumRektor ernannt.(Direktor 1813 1822. Die alte AmtsbezeichnungRektor wieder beibehalten, bis Classen 1853 alsDirektor angestellt wurde).

¹) Die Frequenz stieg bei sechs Klassen von Sommer 1805 bis Winter 1812/13 von 164 auf 268, sank unter besonderen Umständen bis W.-S. 1815/16 auf 160 herab und stieg von S. 1816 bis S. 1820 wieder von 164 auf 224, unter diesen 192 Prostanten, 22 Katholiken, 10 Israeliten. VI und V waren stets überfüllt, Mittel- und Oberklassen mäßig besucht. Von O. 1803 0. 1812 gingen auf Universitäten ab: 54, 23 Juristen, 18 Theologen, 13 Mediziner, durchschnittlich im Jahre 5 6. Die Gesamtbevölkerung der Stadt belief sich nach der Tabelle vom Februar 1811 auf 40485.