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»Wer gegen sich selbst und andere wahr ist und bleibt, besitzt die schönsten Eigenschaften der größten Talente“
„In der Schmiede erweicht man das Eisen, indem man das Feuer anbläst und dem Stabe seine überflüssige Nahrung nimmt; ist er aber rein geworden, dann schlägt man ihn und zwingt ihn, und durch die Nahrung eines fremden Wassers wird er wieder stark. Das widerfährt auch dem Menschen von seinem Lehrer.“„Das höchste Glück ist das, welches unsere Mängel verbessert und unsere Fehler ausgleicht.“
»„Die Unterweisung Jüngerer ist ein vorzügliches Mittel zur Selbstbildung.“„Man lernt von dem. den man liebt.“„Ein Lehrer soll in dem Fache, worin er Meister ist, lehren, sichi auf das täglich und stündlich zu Lehrende vorbereiten, um sich. wenn er es auch in- und auswendig kennt, für den Moment fertig zu machen.“
»Wie kann man sich selbst kennen lernen? Durch Betrachten niemals, wohl aber durch Handeln. Versuche deine Pflicht zu thun, und du weißt gleich, was an dir ist.“
„»„Was aber ist deine Pflicht?. Die Forderung des Tages.“
So ruft der Dichter uns alle, Schüler und Lehrer, auf zu ernster Prüfung, zu entsagungsvoller Arbeit an uns selbst und an anderen. Doch soll dies alles nicht geschehen mit kopf- hängerischem, trübsinnigem Wesen, in mürrischer Verdrossenheit, sondern in frischer Thatenlust. Und so wollen wir diese Zu- sammenstellung Goethischer Pädagogik mit zwei Worten, be- schliessen, die man nach allem Vorangehenden nicht mißverstehen kann:„Glaube, Liebe, Hoffnung stehen als Erziehungsmittel höher als Einsicht, Beharrlichkeit, Zutrauen.“„Die Fröh- lichkeit ist die Mutter aller Tugenden.“


