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8. 1920— 1922. Alfred Fechner, geboren am 18. Februar 1875 zu Birnbaum in Poſen, beſuchte die Schule zu Landsberg a. d. W. und von 1892—95 das Lehrerſeminar in Friedeberg. Nach beſtandener Lehrerprüfung war er von Januar 1896 bis Oſtern 1901 als Lehrer an der Volksſchule in Cladow bei Landsberg a. d. W. tätig. Darauf trat er in den Schuldienſt der Stadt Poſen und erhielt zum Herbſt 1906 eine Anſtellung als Vorſchullehrer am Friedrich⸗ Wilhelm⸗Gymnaſium daſelbſt. Nach der Abtretung der öſtlichen Landesteile wurde er am 1. Juli 1920 aus dem polniſchen Staatsdienſt entlaſſen. Bereits im März 1920 war er als überzählige Lehrkraft der hieſigen Anſtalt überwieſen, konnte aber erſt im Auguſt 1920 ſeinen Dienſt hier antreten. Anfang April 1922 mußte er ſich einer ſchweren Magenopera⸗ tion unterziehen, der er am 12. d. M. erlag.
9. Seit 1922. Karl Welcker, geboren den 5. März 1884 zu Bad Ems, beſuchte das Lehrer⸗ ſeminar zu Uſingen und legte daſelbſt am 26. Februar 1904 die erſte und am 22. Juni 1907 in Dillenburg die zweite Lehrerprüfung ab. Inzwiſchen hatte er von April 1904 an ſeiner militäriſchen Dienſtpflicht genügt. Von Oſtern 1905 ab wirkte er als Lehrer in Eibach(Dillkr.), von Oſtern 1908 ab als Lehrer an der Präparandenanſtalt zu Dillenburg und Herborn bis zu deren Auflöſung(Oſtern 1922). Mit dieſem Zeit⸗ punkt wurde ihm die erledigte Stelle des Lehrers am Gymnaſium hierſelbſt zunächſt kommiſſariſch, von 1. Oktober 1922 ab endgültig übertragen. März 1924 erhielt er die Amtsbezeichnung Oberſchullehrer. Am Feldzug hat er von Auguſt 1914 bis zum Kriegsende, ſeit 28. September 1916 als Leutnant der Reſ., teilgenommen, und wurde durch die Ver⸗ leihung des Eiſernen Kreuzes 1. und 2. Kl. und des Verwundetenabzeichens ausgezeichnet. 3
10. Seit 1924. Max Kneiſel, geboren den 2. Oktober 1900 zu Dortmund. Er beſuchte vom 10. Lebensjahre ab das Realgymnaſium daſelbſt, das er am 17. Juni 1918 infolge ſeiner Einberufung zum Heeresdienſt unter Zuerkennung des Reifezeug⸗ niſſes verließ. Von 1918—19 ſtand er im Heere, beſuchte dann zwei Semeſter die Kunſtgewerbeſchule zu Dortmund, darauf vier Semeſter die Kunſt⸗ akademie zu Kaſſel und beſtand im Juni 1922 die Zeichenlehrerprüfung, nach weiteren zwei Semeſtern die Werklehrerprüfung. Das Probejahr wurde am Wilhelmsgymnaſium in Kaſſel abgeleiſtet; anſchlie⸗ ßend beſuchte er ein weiteres Semeſter die Kunſt⸗ akademie. Von November 1923 bis 31. März 1924 unterrichtete er an der Aufbauſchule und an dem Lehrerſeminar in Homberg, dann bis Anfang Mai am Friedrichsgymnaſium in Kaſſel. Von 15. Mai 1924 ab iſt ihm vertretungsweiſe die Zeichenlehrer⸗ ſtelle am hieſigen Gymnaſium übertragen.
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e. Die Veligionslehrer im Aebenamt⸗
I, Evangeliſche⸗
1. 1871— 1882. Moriz Schreiner, Pfarrer zu Dillenburg, geb. den 23. November 1846 zu Her⸗ born, beſtand Oſtern 1866 die Reifeprüfung auf dem Gymnaſium in Weilburg, ſtudierte darauf bis Herbſt 1868 in Leipzig, Marburg und Berlin evangel. Theo⸗ logie, legte die beiden theologiſchen Staatsprüfungen 1868 zu Herborn und 1869 zu Wiesbaden ab und wurde am 15. Dezember 1869 in Oberneiſen im Amte Diez angeſtellt. Am 1. Juli 1871 kam er nach Dillenburg und war ſeitdem evangeliſcher Religions⸗ lehrer der Anſtalt. Mit ſeiner Verſetzung nach Unter⸗ barmen im Jahre 1882 ſchied er aus dieſem Lehramt.
2. 1882—1900. Karl Sichhoff, Pfarrer zu Dillenburg, geboren den 27. Juni 1851 zu Höchſt a. M., erwarb das Reifezeugnis Oſtern 1870 zu Weilburg. Nach Abſolvierung der theologiſchen Stu⸗ dien in Leipzig, Tübingen und Berlin legte er am 24. Dezember 1873 vor dem Konſiſtorium in Wies⸗ baden die Staatsprüfung ab und war dann von 1874—1878 Pfarrer in Igſtadt, bis 1882 in Rettert und ſeitdem in Dillenburg. Mit der Uebernahme des Dekanats des Dillkreiſes wurde er auf ſeinen Antrag von ſeinem Lehrauftrag am Gymnaſium Oſtern 1900 entbunden.
3. 1900— 1916. Jakob Fremdt, Pfarrer zu Dillenburg, geboren den 24. Dezember 1861 zu Werdorf(Kreis Wetzlar). Er beſuchte das hieſige Gymnaſium und beſtand Oſtern 1882 die Reife⸗ prüfung. Er widmete ſich dem Studium der evan⸗ geliſchen Theologie, war Pfarrer an verſchiedenen Orten und übernahm Oſtern 1900 als zweiter Pfarrer in Dillenburg den Unterricht in der Religionslehre, ſeit 1911 auch den im Hebräiſchen an hieſiger Anſtalt, den er bis zu ſeiner Verſetzung nach Langenſchwalbach im Jahre 1916 erteilte. Er lebt als Dekan da⸗ ſelbſt.
4. 1916— 1920. Karl Brandenburger, Pfarrer in Dillenburg, geboren den 6. April 1875 in Herborn, erwarb OÖſtern 1893 auf dem hieſigen Gymnaſium das Reifezeugnis und ſtudierte darauf evangeliſche Theologie in Leipzig, Erlangen und Marburg. Nachdem er vorher Pfarrer in Dillbrecht, Selters a. d. L. und Schönbach geweſen war, wurde er im Herbſt 1915 nach Dillenburg verſetzt und über⸗ nahm Herbſt 1916 den Unterricht in Religion und Hebräiſch. Da Oſtern 1920 ein Religions⸗ lehrer hauptamtlich angeſtellt wurde, trat er von ſeinem Lehramt zurück. Er lebt als 2. Pfarrer in Dillenburg.
2, Katholiſche⸗
1. Gerhard Bölke, geboren den 24. Juli 1835 zu Münſter i. W., beſtand Herbſt 1856 auf dem Gymnaſium daſelbſt die Reifeprüfung. Auf der
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