Aufsatz 
Staatliches Gymnasium zu Dillenburg. Festschrift zur 50jährigen Gedenkfeier seines Bestehens als Vollanstalt am 8. und 9. September 1924
Entstehung
Einzelbild herunterladen

theologiſchen Fakultät der Kgl. Akademie zu Münſter in den Jahren 18561859 vorgebildet, wirkte er ſeit Herbſt 1872 als katholiſcher Pfarrer in Dillen⸗ burg und als Religionslehrer an der Anſtalt. Nach 34jähriger Tätigkeit folgte ihm Oſtern 2. 1906 bis Herbſt 1907 Pfarrer Mayer, 3. 1907 bis Herbſt 1908 Pfarrer Weil,

4. 1908 bis Herbſt 1913 Pfarrer Görg, ſämt⸗ lich von Haiger,

5. 1913 bis Herbſt 1922 Pfarrer Joſeph Noll, geboren am 29. Juli 1877 zu Winkel(Rheingau), verließ das Gymnaſium zu Montabaur Oſtern 1897 mit dem Reifezeugnis. Seine philoſophiſch⸗theolo⸗ giſchen Studien erledigte er in Fulda, an der Univerſität Würzburg und auf dem Prieſterſeminar in Limburg. Er wirkte als Kaplan von 1901 bis 1902 in Flörsheim a. M., von 19021906 in Wiesbaden. 1906 wurde er zum Subregens und Profeſſor am Prieſterſeminar zu Limburg ernannt. 1913 trat er in die Seelſorge zurück, übernahm das Pfarramt in Dillenburg und erteilte gleichzeitig den katholiſchen Religionsunterricht am Gymnaſium bis Herbſt 1922. Alsdann wurde er als Stadtpfarrer nach Hadamar berufen. Literariſche Arbeiten: 1. Zahlreiche kleinere Aufſätze in theologiſchen Zeit⸗ ſchriften. 2. Die ſtaatlichen Schulanordnungen im vormaligen Herzogtum Naſſau. Limburg, Vereins⸗ druckerei. 3.Das katholiſche Pfarramt. Sein Ge⸗ ſchäftsgang und Intereſſenkreis. Wiesbaden, Her⸗ mann Rauch.

6. Von Herbſt 1922 an Pfarrer Johann Hübinger, geb. den 3. Dezember 1882 zu Holler (Unterweſterwaldkreis). Er beſuchte das Gymnaſium zu Montabaur, wo er Oſtern 1903 die Reifeprüfung beſtand. Er ſtudierte darauf bis Oſtern 1907 Philo⸗ ſophie und katholiſche Theologie in Fulda und war dann nacheinander in Hochheim, Wiesbaden, Frank⸗ furt und Haiger als Kaplan und Pfarrer tätig, Herbſt 1922 wurde er nach Dillenburg verſetzt und erteilt ſeitdem den katholiſchen Religionsunterricht an der Anſtalt.

54

f. Die Hausmeiſter,

1. 18491885. Philipp Jakob Seher, ge⸗ boren den 11. Januar 1814, trat am 1. April 1834 in den Militärdienſt, wurde am 1. April 1840 als Zuchthausaufſeher in Diez und am 1. November als Pedell am Pädagogium angeſtellt. Er trat am 1. Juni 1885 in den Ruheſtand, da ihm Alter und Krankheit die Fortführung des Dienſtes un⸗ möglich machten. In Anerkennung ſeiner treuen Dienſte wurde ihm das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. Am 16. September 1885 iſt er verſtorben.

2. 1885 1919. Konrad Ziegler, geboren den 13. Juli 1853 zu Waßmuthshauſen(Kreis Homberg), ſtand vom 18. Oktober 1871 bis 30. Mai 1885, zuletzt als Feldwebel im Infanterie⸗Regiment 116 in Gießen, im aktiven Militärdienſt; er trat am 1. Juni 1885 probeweiſe, am 1. Auguſt 1885 end⸗ gültig als Hausmeiſter in den Dienſt der Anſtalt. In dieſem iſt er 35 Jahre lang, bis zu ſeiner Verſetzung in den Ruheſtand am 1. April 1920, tätig geweſen. Am 18. Januar 1914 wurde ihm das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. Am 31. Ja⸗ nuar 1921 iſt er geſtorben.

3. Seit 1920. Karl Göbel, geboren den 14. September 1882 zu Dillenburg, ſtand von Oktober 1901 bis Auguſt 1914 als Vizefeldwebel im aktiven Militärdienſt beim Inf.⸗Regt. 88 in Hanau, und nach Ausbruch des Krieges bis zum Kriegsende, zuletzt als Leutnant der Landwehr, im Felde. Nach der Entlaſſung aus dem Heere war er Polizei⸗ wachtmeiſter im Dienſte der Stadt Dillenburg und übernahm vom 1. Januar 1920 ab probeweiſe, vom 1. April 1920 ab endgültig die Stelle des Hausmeiſters. Er iſt Inhaber des Eiſernen Kreuzes 1. und 2. Klaſſe.

Im dauernden Dienſte der Anſtalt ſteht ferner ſeit 1. Oktober 1923 zur Beſorgung der Heizung und Reinigung Emil Brambach aus Dillenburg.