Aufsatz 
Staatliches Gymnasium zu Dillenburg. Festschrift zur 50jährigen Gedenkfeier seines Bestehens als Vollanstalt am 8. und 9. September 1924
Entstehung
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nen, darſtellender Geometrie und Zeichnen, ferner am Gymnaſium den geſamten Zeichenunterricht, von Auguſt 1882 bis Oſtern 1885 auch den Religions⸗ unterricht in den Klaſſen IVVVI erteilt. Nachdem ihm bereits am 26. April 1893 aus Anlaß ſeines 50 jäh⸗ rigen Dienſtjubiläums der Kronenorden 4. Kl. mit der Zahl 50 verliehen worden war, trat er im 76. Lebensjahr, nachdem er der Anſtalt 41 Jahre lang treue Dienſte geleiſtet hatte, in den wohlver⸗ dienten Ruheſtand. Er ſtarb in Dillenburg am 19. November 1909. Er veröffentlichte: Der Zeichen⸗ unterricht in der Realſchule.(Progr. Dillenburg 1864.)

2. 186487. Chriſtian Vogt, geboren den 19. Mai 1824 zu Braubach, beſuchte die Elementar⸗ ſchule daſelbſt und von 184043 das Lehrerſeminar zu Idſtein. Zuerſt war er vom 1. Mai 1843 ab als Lehrvikar an der Elementarſchule in Langendern⸗ bach tätig, wo er am 1. Juni desſelben Jahres endgültig angeſtellt wurde. Am 1. April 1848 kam er an die Elementarſchule zu Geiſig, darauf am 13. Februar 1852 in die zweite evangeliſche Lehrer⸗ ſtelle in Naſtätten. Von dort wurde er Oſtern 1864 an das hieſige Pädagogium berufen. Im Februar und März 1872 war er an die Landesturnanſtalt in Berlin beurlaubt, wo er die Lehrbefähigung im Turnen erwarb. Am 14. September 1887 ſtarb er nach 23 jähriger Tätigkeit an der Anſtalt im Amte.

3. 18881901. Peter Weber, geboren am 2. April 1862 zu Eſchborn(Kr. Höchſt), legte die erſte Volksſchullehrerprüfung am 13. Februar 1882, die zweite am 29. Oktober 1884 ab. Von April 1882 an war er an der Volksſchule zu Bierſtadt, am Mai 1884 an der Volksſchule zu Biebrich angeſtellt. Nach⸗ dem er von 1. April 1886 ab ein Jahr lang das Kgl. Akademiſche Inſtitut für Kirchenmuſik in Berlin beſucht hatte, wurde er Oſtern 1888 am Gymnaſium in Dillenburg als Elementar⸗ und Geſanglehrer an⸗ geſtellt. Die beſondere Lehrbefähigung für Turnen erwarb er im März 1890 durch Ablegung der Prü⸗ fung an der Landesturnanſtalt. Am 1. Oktober 1901 wurde er an das Kgl. Realgymnaſium nach Wies⸗ baden verſetzt.

4. 1900 1914. Konrad George, geboren am 26. Mai 1863 in Niedergrenzebach(Kr. Ziegenhain), beſuchte das Lehrerſeminar in Homberg und beſtand die beiden Lehrerprüfungen am 2. Oktober 1884 und 16. November 1886. Nachdem er vom 1. Dezember 1884 als Lehrer an der Volksſchule in Machtlos (Kr. Ziegenhain) und von 1. Dezember 1888 in Bergen tätig geweſen war, trat er am 1. Juli 1900 als Lehrer am Gymnaſium bei der hieſigen Anſtalt ein und verblieb an derſelben bis zu ſeiner Amts⸗ entlaſſung im Januar 1914. Er lebt z. Zt. in Schlüchtern.

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5. 1901 1904. Adolf Maurer, geboren den 3. Dezember 1874 zu Niederſelbach(Reg.⸗Bez. Wies⸗ baden), beſuchte von 189194 das hieſige Lehrer⸗ ſeminar und war nach beſtandener Lehrerprüfung an den Volksſchulen zu Langenſchwalbach und Dillenburg tätig. Herbſt 1901 wurde ihm die Stelle des Lehrers am Gymnaſium hierſelbſt übertragen. Während des Winterhalbjahres 1902/03 nahm er an einem Lehr⸗ gang der Landesturnanſtalt in Berlin teil und er⸗ warb am 26. März 1903 die Befähigung als Turn⸗ lehrer. Oſtern 1904 ſchied er aus dem hieſigen Amte, um in den Schuldienſt der Stadt Wiesbaden überzutreten.

6. 1904 1920. Auguſt Höfer, geboren den 8. November 1877 zu Stuttgart, beſuchte das Lehrer⸗ ſeminar zu Uſingen und beſtand dort am 19. März 1898 die erſte und am 29. Juni 1900 zu Dillenburg die zweite Lehrerprüfung. Von Oſtern 1898 bis 1. Juli 1904 war er Lehrer an der Volksſchule in Straßebersbach. Im Winter 1902/03 nahm er an einem Lehrgang der Landesturnanſtalt in Berlin teil und erwarb am 26. März 1903 das Turnlehrerzeug⸗ nis. Am 1. Auguſt 1904 übernahm er an hieſiger Anſtalt die ſeit Oſtern 1904 erledigte Stelle des Turn⸗ und Geſanglehrers. Von Juni 1918 an war er des Dienſtes enthoben bezw. beurlaubt und wurde am 1. Mai 1920 an das Realprogymnaſium in Biedenkopf verſetzt. Er trat jedoch, ohne dieſe Stelle übernommen zu haben, in den Ruheſtand und lebt in Homburg v. d. H.

7. 19191923. Werner Willgerodt, ge⸗ boren den 27. Juni 1885 zu Braunſchweig, beſuchte das Realgymnaſium daſelbſt, darauf von 1905 1907 die Kunſtakademie in Kaſſel, wo er am 17. Juni 1907 die Zeichenlehrerprüfung beſtand. Nachdem er darauf ſeiner Dienſtpflicht als Einjährig⸗Freiwilliger in den Jahren 1907/08 genügt, im Sommer 1909 einen Zeichenlehrer an der höheren Schule in Oels⸗ nitz i. Sa. vertreten und darauf im Winter 1909/10 an der Kunſtſchule ſeiner Heimatſtadt ſich im Kunſt⸗ zeichnen weiter ausgebildet hatte, nahm er 1910 an einem Turnlehrerkurſus in Kiel teil und beſtand dort die Turnlehrerprüfung. Nach weiteren Kunſtſtudien in den Jahren 1911 bis 1914 in Kaſſel und Königs⸗ berg, wurde er im Januar 1914 mit Verſehung der ZJeichenlehrerſtelle an der hieſigen Anſtalt beauftragt. Im Auguſt 1914 rückte er mit dem Kriegsheer ins Feld, wo er, ſeit dem 1. November 1914 als Leutnant der Reſ., bis zum Kriegsende verblieb und mit dem Eiſernen Kreuz 1. und 2. Kl. ausgezeichnet wurde. Oſtern 1919 wurde ihm die Zeichenlehrerſtelle an hieſiger Anſtalt erneut kommiſſariſch und Herbſt 1919 endgültig übertragen. März 1924 erhielt er die Amtsbezeichnung Oberſchullehrer. Oſtern 1924 wurde er in gleicher Eigenſchaft an das Gymnaſium in Marburg verſetzt.