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Zur Zeit wirken an der Anſtalt als vollbeſchäf⸗ tigte Studienaſſeſſoren:
60. Seit Oſtern 1919. Johann Althofen, geboren den 8. Juli 1885 in Wirges(Unterweſter⸗ waldkreis), beſuchte das Gymnaſium in Montabaur, wo er Oſtern 1907 die Reifeprüfung beſtand. Er widmete ſich zunächſt im Sommer 1907 dem Stu⸗ dium der katholiſchen Theologie in Fulda, dann bis Herbſt 1911 dem der klaſſiſchen Philologie und Geſchichte in Münſter und Bonn, und erwarb hier am 25. Januar 1913 das Lehramtsprüfungszeugnis. Nach Ableiſtung des Seminarjahres ab Oſtern 1913 am Gymnaſium in Oberlahnſtein wurde er zur Er⸗ ledigung des Probejahres ab Oſtern 1914 dem Gymnaſmm in Limburg und ab 1. Januar 1915 der Muſterſchule in Frankfurt a. M. überwieſen, wo er gleichzeitig einen Oberlehrer vertrat. Im Februar 1915 trat er ins Heer ein und ſtand bis zum Kriegsende, ſeit 19. Juni 1918 als Leutnant d. Reſ., im Felde. Er wurde durch das Eiſerne Kreuz 2. Kl., die heſſiſche Tapferkeitsmedaille und das Verwundetenabzeichen(weiß) ausgezeichnet. Von Oſtern 1919 ab iſt er an hieſiger Anſtalt tätig.
61. Seit Oſtern 1919. Dr. phil. Wilhelm Schranz, geboren den 16. Dezember 1888 in Ems, erwarb Herbſt 1906 auf dem Gymnaſium in Dillenburg das Reifezeugnis, ſtudierte bis Oſtern 1912 in Marburg und Freiburg klaſſiſche Philologie und Geſchichte, und beſtand am 26. April 1913 in Marburg die Staatsprüfung. Vorher hatte er im März 1908 daſelbſt bereits die Turnlehrerprüfung und am 20. Juni 1912 in Freiburg die philoſophiſche Doktorprüfung abgelegt. Herbſt 1913 trat er am Gymnaſium in Weilburg das Seminarjahr an, das durch ſeinen Eintritt ins Feldheer im Auguſt 1914 unterbrochen wurde. Er geriet im Oktober d. J. in franzöſiſche Gefangenſchaft, aus der er nach Kriegs⸗ ende ausgeliefert wurde. Seit Herbſt 1919 iſt er der Anſtalt überwieſen und ſeit Oſtern 1920 an der⸗ ſelben als Studienaſſeſſor und Turnlehrer vollbe⸗ ſchäftigt. Er beſitzt das Eiſerne Kreuz 2. Kl.
62. Seit Oſtern 1921. Ferdinand Müller, geboren den 13. Oktober 1888 in Wiesbaden, ver⸗ ließ das Gymnaſium zu Montabaur Oſtern 1908 mit dem Reifezeugnis. Er ſtudierte von Oſtern 1908 bis Oſtern 1912 in Münſter und Berlin alte Spra⸗ chen und Geſchichte, und beſtand am 15. Januar 1913 die Lehramtsprüfung in Münſter. Nachdem er Oſtern 1913 am Gymnaſium in Oberlahnſtein das Seminar⸗ jahr und Oſtern 1914 am Gymnaſium in Hadamar das Probejahr angetreten, wurde dieſes Auguſt 1914 durch ſeinen freiwilligen Eintritt ins Kriegsheer unterbrochen. Er ſtand bis zu ſeiner ſchweren Ver⸗ wundung am 1. Juni 1915 in der Front, und ge⸗ hörte bis zum Kriegsende, ſeit 14. Mai 1915 als Leutnant d. Reſ., dem Kriegsheer an. Von Januar 1919 bis 1. Oktober 1920 war er als Studien⸗
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aſſeſſor in Hadamar, bis Ende 1920 in Eſchwege tätig. Nach einvierteljährlicher Beurlaubung trat er Oſtern 1921 als vollbeſchäftigter Studienaſſeſſor in der hieſigen Anſtalt ein. Er beſitzt das Eiſerne Kreuz 2. Kl. und das Verwundetenabzeichen.
63. Seit 1924. Dr. phil. Wilhelm Kroh wurde am 26. Auguſt 1886 zu Wiſſenbach geboren. Nach dem Beſuch der Volksſchule ſeines Heimatortes war er von Oſtern 1898 bis Oſtern 1907 Schüler des hieſigen Gymnaſiums, ſtudierte dann in Marburg, Freiburg und Berlin klaſſiſche und deutſche Philo⸗ logie und beſtand in Marburg am 30. Mai 1911 nach Einreichung einer Diſſertation„Beiträge zur naſſauiſchen Dialektgeographie“ die philoſophiſche Doktorprüfung. Hierauf war er Aſſiſtent am heſſen⸗ naſſauiſchen Wörterbuch in Marburg und legte am 13. Juli 1912 die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen ab. Nach Ableiſtung ſeines Semi⸗ narjahrs vom 1. Oktober 1912 bis 30. September 1913 in Weilburg trat er als Einjährig⸗Freiwilliger beim Militär ein, wurde aber nach kurzer Zeit wieder entlaſſen und nahm obengenannte Aſſiiſtentenſtelle wieder an, die er während ſeines Probejahres in Marburg von Oſtern 1914 an auch weiter verſah. Während des Krieges war er zuerſt in der Heimat, dann in Ungarn und Galizien als freiwilliger Kran⸗ kenpfleger tätig und wurde nach ſchwerer Rheumatis⸗ muserkrankung ſeit Juli 1916 wieder im Schuldienſt beſchäftigt und zwar bis Weihnachten 1918 an der Oberrealſchule mit Realgymnaſium in Marburg, dann bis Oktober 1921 am dortigen Gymnaſium, von da bis Oktober 1923 am Gymnaſium in Hersfeld, darauf wieder an der Oberrealſchule Marburg und ſeit Oſtern 1924 am hieſigen Gymnaſium.
d. Cochniſche Dohror.
1. 1858— 1899. Peter Presber, geboren den 13. Februar 1824 zu Heimbach(Amt Langenſchwal⸗ bach), beſuchte von 1838— 1840 die Realſchule zu Langenſchwalbach und von 1840—43 das Lehrerſemi⸗ nar zu Idſtein. Mit dem 1. Auguſt 1843 übernahm er aushilfsweiſe eine Lehrtätigkeit in Obernhof(Amt Naſſau), die er am 1. Januar 1844 mit einer ſolchen in Heiſterberg(Amt Herborn) vertauſchte. Am 1. Juni 1847 wurde er als Lehrer an die Stadtſchule in Hachenburg verſetzt mit der Verpflichtung, den Zeichenunterricht an der dortigen Realſchule zu er⸗ teilen. Am 1. Februar 1855 trat er an die Elemen⸗ tarſchule in Grenzhauſen(Amt Selters) über, wo er gleichzeitig an der Gewerbeſchule den Unterricht im Zeichnen, in der Arithmetik und praktiſchen Geo⸗ metrie übernahm. Mit dem 1. Oktober 1858 wurde er als Zeichenlehrer an die neuerrichtete Bergſchule in Dillenburg und als Lehrer an das Pädagogium berufen. Als ſolcher hat er im Nebenamt am Päda⸗ gogium Unterricht im Rechnen, Erdkunde, Zeichnen und Singen, am Progymnaſium Unterricht im Rech⸗


