Aufsatz 
Hat Kaiser Friedrich I. vor der Schlacht bei Legnano dem Herzog Heinrich dem Löwen sich zu Füßen geworfen? Eine historisch-kritische Untersuchung
Entstehung
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Mit den Schülern der zweiten Hauptabtheilung wurde der Unterricht so weit fortgeführt, dass sie im Stande sind, was immer für Chöre zu studieren; besonders Stimmbegabte wurden auch in Solopartien geübt. Von der zweiten Haupt- abtheilung werden Vocal-Messen bei dem Gottesdienste an Festtagen und bei besonderen Veranlassungen, als da sind: Anfang und Schluss des Schuljahres, das hohe Namensfest Ihrer k. k. Majestäten, das Fest der heiligen Katharina(Patronin der Studierenden) ausgeführt. Nebst kirchlichen Compositionen wurden auch passend gewühlte weltliche Chöre studiert.

Bei der Schillerfeier wurden die Chöre zur Glocke von Romberg, und bei der öffentlichen Gesangs-Production folgende Pieçen aufgeführt: Die vier Chöre des ersten Theils derSchöpfung von J. Haydn,Sonntagsmorgen, Duett mit Piano-Begleitung,Der frohe Wandersmann, Männer-Chor, und der45 Psalm, achtstimmig, sämmtliche Compositionen von Mendelssohn-Bartholdy. An diesem Unterrichte nahmen im I. Semester 143, im II. Semester 151 Theil.

Das Honorar per Semester 2 fl. Minderbemittelte unentgeltlich. Alois Weinwurm.

5. Kalligraphie.

An diesem Unterrichte nahmen die vier Classen des Unter-Gymnasiums Theil. In der I. Classe, die aus zwei Ab- theilungen besteht, betheiligten sich sämmtliche Schüler, und jede Abtheilung erhielt wöchentlich 1 Stunde Unterricht in der deutschen und lateinischen Cursivsehrift.

Die Zahl derselben betrug in der J. Abtheilung 52, in der II. Abtheilung 55.

In der Il. Classe, die ebenfalls aus zwei Abtheilungen besteht, von denen jede wöchentlich 1 Stunde Unterricht erhielt, betheiligten sich mit Ausnahme der besseren Schreiber alle übrigen Schüler.

Dic Zahl derselben bestand in der J. Abtheilung aus 45, in der II. Abtheilung aus 58.

In der IHI. und IV. Classe betheiligten sich in wöchentlich 1 Lehrstunde nur jene Schüler, deren Schriften nicht als ausgebildet erkannt wurden. Ihre Zahl belief sich auf 50.

Es ergibt sich somit eine Schreibschülerzahl von 216 in wöchentlich 5 Unterrichtsstunden.

Kein IHonorar, sondern eine fixirte Remuneration aus dem Studienfonde.. Cajetan Prohaska.

Stenographie.

Dieser Unterricht wird in Folge hohen k. k. Statthalterei-Erlasses vom 24. Jänner 1859, Z. 569, in einem neun- monatlichen Curse in wöchentlich 5 Stunden, an welchen nur Schüler des k. k. Obergymnasiums Theil nehmen dürfen, und zwar nach Gabelsberger's Methode ertheilt. Gelehrt wurde:

Im I. Semester: Name, Begriff und Zweck der Stenographie, das Alphabet, die Schriftkürzung, d. i. die vortheil- hafte Verbindung der Buchstaben miteinander, und die grammatikalische Schreibkürzung, welche sich mit der Kürzung der einzelnen Redetheile und der Vor- und Nachsilben befasst, für welche, da sie am häufigsten vorkommen, grösstentheils unabänderliche Kürzungen, die sogenannten Siegel und Monogramme, festgesetzt sind. 1

Im II. Semester: Praktische Anwendung und Einübung des im I. Semester Erlernten sowol im Lesen als im Sehrei- ben, und sodann die syntaktische Schreibkürzung, welche die Form- oder Prädicats- und die Klangkürzung behandelt, mit gleichfalls praktischer Anwendung im Lesen und Schreiben.

Die Schüler wurden sohin mit sämmtlichen Mitteln dieser Kunst vertraut gemacht..

Bei dem Umstande jedoch, dass kein bestimmtes Lehr- und Lesebuch der Stenographie vorgeschrieben 8s. und bei der Mangelhaftigkeit der meisten stenographischen Werke, dann der Mittellosigkeit der meisten Sehüler, wurde diesen der Ankauf stenographischer Werke nicht zur Pflicht gemacht, und es war daher der Unterricht mehr auf die Vorträge in der Schule und selbstständigen häuslichen Uebungen der Schüler beschränkt, und ich kann auf Grund der gemachten Erfahrungen nicht umhin, die Bemerkung beizufügen, dass es sowol im Interesse dieser Kunst als auch in dem der Schüler sehr wünschenswerth wäre, wenn ein bestimmtes Lehr- und Lesebuch der Stenographie in den öffentlichen Anstalten eingeführt würde, denn hiedurch würde nicht nur mehr Gleichheit und Einigkeit in derselben erzweckt, sondern auch der Gegen- stand systematischer und seinem Zwecke entsprechender behandelt werden können und die Aufgabe des Lehrers und der Schüler sehr erleichtert werden..

Frequenz der Schüler: Im I. Semester 18, im II. Semester 12. Das Honorar ist auf 5 fl. pr. Semester festgesetzt.

Michael Himmelbauer.