Aufsatz 
Hat Kaiser Friedrich I. vor der Schlacht bei Legnano dem Herzog Heinrich dem Löwen sich zu Füßen geworfen? Eine historisch-kritische Untersuchung
Entstehung
Einzelbild herunterladen

36 Freie Lehrgegenstände.

1. Italienische Sprache.

Diese Sprache wird in zwei Jahrgängen gelehrt, wöchentlich 3 Mal: Dienstag, Donnerstag und Samstag, von 11 bis 12 Uhr.

An diesem Unterrichte kann jeder Gymnasialschüler, von der fünften Classe aufwärts Theil nehmen. welcher, ein- mal eingetreten, dieses Studium als obligat betrachten muss.

Im I. Semester wird gelehrt: die grammatikalischen Regeln, Uebersetzungen über dieselben in beiden Sprachen, Zeitwörter, Memoriren der Vocabeln und Gespräche.

Im II. Semester: Regelmässige Formenlehre, die Sintassi und Inversionen, Lesen, Vortragen ausgewählter Aufsätze von Bembo, Cesarotti, Tasso etc., Stil- und Conversations-Uebungen. Alle 8 oder 14 Tage eine häusliche, jeden Monat eine Schularbeit.

Lehr- und Hilfsbücher: Fornasari's Sprachlehre, Gespräche und Wörtersammlung in italienischer und deutscher

Sprache von J. A. Rossi. Josef August Rossi. 2. Französische Sprache.

An diesem Unterrichtsgegenstande, welcher in drei Jahrgängen zu zwei Stunden wöchentlich gelehrt wird, kann jeder Schüler von der 2. Classe aufwärts gegen Erlag von 5 fl. 15 kr. per Semester sich betheiligen. Minderbemittelte werden gratis zugelassen.

I. Jahrgang: Richtige Aussprache, Formenlehre, schriftl. und mündl. Uebersetzungen(nach Ahn's prakt. Lehrgange).

Il. Jahrgang: Syntax, Lectüre: sowohl Prosa als Poesie.(Ahns Lesebuch für Gymnasien.)

IHI. Jahrgang: Stil- und Conservations-Uebungen; Synonymik, Lectüre: Fragmente einzelner Classiker. In diesem Jahrgang ist der Vortrag französisch.

Im Schuljahre 1859/60 betheiligten sich im I. und II. Semester 39 Schiller. Theodor Zehden.

3. Zeichnen.

In dem vergangenen Schuljahre wurden unter der Leitung des Unterzeichneten folgende Zweige im Zeichnen vor- getragen und gelehrt, als: die Anfangsgründe des freien Handzeichnens von Blumen und Früchten nach seiner Methode, und Landschaften von verschiedenen Meistern; historische Anfangsgründe nach Julien und Taubinger und nach Copien aus der k. k. Akademie der bildenden Künste, die Anfangsgründe der Architektur bis zur höheren Ausbildung, und das geometrische Zeichen nach Vorlagen und Modellen.

Dieser Unterricht wurde von den Schülern nicht nur gut aufgefasst, sondern einige zeigten, dass sie grosse Fähig- keiten zur Malerei und zur getreuen Aufnahme der Gegenstände nach der Natur besitzen, und durch Entwicklung derselben zu einer höheren Ausbildung gelangen können.

Im abgelaufenen Schuljahre war die Gesammtzahl der Schüler im I. Semester 38, im II. Semester 52.

Leopold Zinnögger. 4. Gesang.

Die Gesangschüler wurden in zwei Hauptabtheilungen gebracht. In die erste Hauptabtheilung(Elementar-Classe) kamen diejenigen, welche keine musikalischen Kenntnisse hatten und in die zweite Hauptabtheilung die Uebrigen. Die Schüler der letzteren Abtheilung wurden in zwei Chöre gesondert, nämlich in Knaben- und Männer-Chor. Jede dieser drei Abtheilungen wurde abgesondert durch zwei Stunden wochentlich unterrichtet. Die Schüler der ersten Hauptabtheilung wurden mit den Noten, Takt, Eintheilung, Intervallen, Tonleitern(nach Peyschas Gesangslehre für Gymnasien und Real- schulen) vertraut gemacht, und so weit gebracht, dass sie nebst kleinen Chören auch die Hymni sacri von Kloss, die beim sonntäglichen Gottesdienste gegenwärtig eingeführt sind, richtig zu singen vermögen.