Aufsatz 
Friedrich Wilhelm Weber's "Dreizehnlinden" : eine literarische Studie / von Johannes Bernhard Feitel
Entstehung
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Der regelmässige Fortgang des Unterrichts erlitt auch in dem laufenden Schuljahre wieder erhebliche Störungen dadurch, dass mehrere Lehrer zu militärischen Ubungen einberufen wurden, einer auf 14 Tage, einer auf 8 Wochen. Auch wurde ein Lehrer zum Zwecke des Be- suches der Königlichen Turnlehrer-Bildungsanstalt zu Berlin auf acht Wochen beurlaubt. Da obendrein mehrmals wochenlange Krankheiten einzelne Lehrer abhielten, ihren Pflichten zu ge- nügen, so war die Mehrbelastung durch Vertretung bei vielen Lehrern wieder eine recht erheb- liche.

Die Sommerferien dauerten vom 1. Juli an 4 Wochen, die Herbst- und Weihnachts- ferien vom 23. September beziehungsweise 20. Dezember an 14 Tage.

Die ungünstige Witterung im Vorsommer liess die üblichen Klassen-Spaziergänge vor den Sommerferien nur zum kleinsten Teil zur Ausführung gelangen. Die meisten derselben wurden im August nachgeholt. In demselben Monat unternahmen auch die meisten Klassen, in der Regel zu zweien vereinigt, grössere Fussmärsche, sogenannte Turnfahrten. Auch im Januar wurde üblicherweise den einzelnen Klassen Gelegenheit zu gemeinschaftlichem Eislauf auf den Wiesen der Karlsaue geboten.

Das Sedanfest wurde den 2. September durch einen auf die Schule beschränkten Schulakt gefeiert, bei dem nach der Festrede des Herrn Reallehrer Seibt patriotische Gesänge und De- klamationen der Schüler wechselten. Der Auszug der Schüler wurde wegen des ungünstigen Wetters auf den 12. September verschoben. Nach der Ankunft im Tannenwäldchen wiess der Direktor nochmals auf die Bedeutung des Festes in einer kurzen Ansprache hin, die mit einem begeisterten Hoch auf Se. Majestät schloss. Hieran reihten sich turnerische Ubungen der ein- zelnen Abteilungen an, die sich in Preissklettern, Ringen und Sacklaufen fortsetzten und in Spiele der einzelnen Klassen übergingen, so dass sich unter der überaus reichen Beteiligung der Eltern und Angehörigen und anderer Freunde der Realschule, für welche Teilnahme auch hier nochmals der wärmste Dank ausgesprochen wird, ein wahres Volksfest entwickelte. Allen zu früh be- wegte sich der Festzug unter den Klängen der Musik schliesslich wieder zum Schulhof zurück, wo er sich auflöste.

Den 5. September beehrte der Dirigent der Königlichen Turnlehrer-Bildungs-Anstalt zu Berlin, Herr Professor Dr. Euler im Auftrage des Herrn Ministers die Anstalt mit seinem Besuche und liess sich den Turnbetrieb in verschiedenen Abteilungen vorführen. Während er über den Betrieb selbst und die Leistungen der Schüler seine volle Anerkennung aussprach, erklärte er die Klagen über den neu eingerichteten(Lohe-) Boden für völlig gerechtfertigt. Dieser Mangel hat sich inzwischen noch klarer herausgestellt, und es lässt sich hoffen, dass die inzwischen eingeleiteten Verhandlungen zur Beseitigung des Lohebodens führen werden, und somit der Aufenthalt in der Turnhalle erträglicher gemacht werden wird.

Das Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers beabsichtigt die Realschule durch eine Vorfeier zu begehen, zu welchem unten das Programm mitgeteilt werden wird.

III. Statistisches.

A. Die Schiüler. Über die Schülerfrequenz giebt nachfolgende Ubersicht Auskunft. 5*