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mussten. Die grosse Mehrzahl wandte sich der neuen Vorschule zu. Die meisten dersel- ben konnten den drei Klassen zugewiesen werden, die für den Sommer noch mit der Real- schule wenigstens räumlich verbunden blieben. Vom Beginn des Wintersemesters an hörte auch diese Verbindung auf, indem von da an alle bisher in verschiedenen Lokalen unterrichteten Klassen der neuen Vorschule in dem für sie bestimmten Gebäude(Kunsthaus, Ständeplatz 16 ½) vereinigt wurden.
Mit der Vorschule schieden auch drei durch die Abtrennung überzählig gewordene Lehrer aus dem Lehrerkollegium aus, die Herren: Schellhas, nachdem er 11 ½ Jahre lang seine Kraft der Realschule gewidmet hatte, Eberhard und Deiss nach 7 ¼ beziehungsweise Tjährigen Thätig- keit an der Anstalt, der Zweite ging an die Bürgerschule, die beiden anderen an die neue Vor- schule. Gleichzeitig verliess noch ein vierter Lehrer die Realschule, indem der bisherige wissen- schaftliche Hülfslehrer, Herr Heinemann, eine Fortsetzung seiner Thätigkeit als ordentlicher Lehrer an der Bürgerschule vorzog.
An Stelle des letzteren wurde der bisherige Probekandidat an dem hiesigen Gymnasium Herr Zimmermann, mit Versehung einer Lehrerstelle beauftragt.
Wilhelm Zimmermann, geboren zu Häünfeld den 11. Dezember 1856, evangelischer Konfession, ein Sohn des verstorbenen Amtsaktuars Zimmermann zu Rauschenberg, besuchte das Gymnasium zu Hersfeld von Ostern 1869 bis dahin 1877. Nach bestandenem Maturitätsexamen widmete er sich dem Studium der neueren Philologie auf den Universitäten zu Marburg, Leipzig und wieder zu Marburg. Um sich praktisch in der französischen Sprache
auszubilden, hielt er sich im Sommer 1880 zu Genf auf. Den 29. Juli 1881 vollendete er die Prüfung pro facultate docendi zu Marburg und trat mit dem Beginn des Wintersemesters als Probekandidat an dem hiesigen Gymnasium ein.
Mit Beginn des Schuljahres war leider auch für Herrn Oberlehrer Dr. Ackermann eine Vertretung nötig, indem dieser sich genötigt sah, dem Andringen seines Arztes endlich Folge zu geben und zur Neukräftigung seiner angegriffenen Gesundheit einen halbjährigen Urlaub zu er- bitten. Herr Dr. Otto Wetzell fand sich bereit, für die Dauer des Urlaubs aushülfsweise einzu- treten und wurde mit Versehung einer Lehrerstelle beauftragt. Dasselbe Verhältnis dauerte auch für das Winterhalbjahr fort, da p. Ackermann noch weiterer Schonung bedurfte und darum Ur- laub nachsuchte und erhielt. Für den Beginn des neuen Schuljahres dürfen wir hoffen, dass p. Ackermann seine Thätigkeit wieder aufzuncehmen im stande sein wird.
Mit Beginn des Winterhalbjahres verliess Herr Franz die Anstalt, nachdem er sein Probejahr vollendet und noch ein ferneres Halbjahr eine Lehrerstelle versehen hatte, nunmehr aber noch weiteren Studien sich ungehindert zu widmen vorzog. An seiner Stelle wurde Herr Sunkel, der gerade von Königlichem Provinzial-Schulkollegium der Realschule zur Absolvierung
des vorschriftsmässigen Probejahres zugewiesen war, mit Versehung einer Lehrerstelle beauftragt,
Ernst Sunkel, geboren den 17. Juni 1858 zu Hersfeld, evangelischer Konfession, ein Sohn des verstor- benen Kaufmanns Karl Sunkel zu Hersfeld, erhielt seine Vorbildung auf dem Gymnasium zu Hersfeld und nach da- selbst bestandenem Maturitätsexamen auf den Universitäten zu Leipzig, Marburg und Strassburg und beendete die Prüfung pro facultate den 22. Juli 1882 zu Strassburg.
Hiernach besteht das Lehrerkollegium dermalen aus: 1) Dem Direktor: Prof. Dr. Buderus. 2) Den Oberlehrern: 2. Röse; 3. Dr. Ackermann; 4. Dr. Kessler; 5. Stern; 6. Feitel.
3) Den Reallehrern: 7. Credé; 8. Dr. Hasselbaum; 9. Seibt; 10. Dr. Ide; 11. Dr. Brunner; 12. Junghans; 13. Dr. Merkelbach; 14. Dr. Quiehl.
4) Den wissenschaftlichen Hülfslehrern: 15. Zimmermann; 16. Dr. Wetzell; 17. Sunkel. 6
5) Dem Probekandidat: 18. Dr. Kuhn.
6) Den- technischen Lehrern: 19. Schreiblehrer Jäger; 20. Zeichenlehrer Müller; 21. Gesanglehrer Heidenreich.
7) Den Elementarlehrern: 22. Bach; 23. Grün; 24. Markert; 25. Laus.
8) Den ausserordentlichen Lehrern: 26. Dirigent Boppenhausen für Turnen; 27. Kaplan Hoffmann; 28. Lehrer Nau für katholischen, 29. Dr. Stein für israelitischen Re- ligionsunterricht.


