Aufsatz 
1. Gebrauch der Präpositionen syn und mete bei den nachhomerischen Epikern. 2. Dionysios der Perieget
Entstehung
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liefert ganz dasselbe Resultat wie unsre Betrachtung der Hauptcäsuren, dass Dionysios in der Häufigkeit der Spondeen völlig mit den Alexandrinern übereinstimmt.

Fassen wir nun das Gesagte zusammen, so ergiebt sich, dass zwar unter allen Argu- menten, die man zur Zeitbestimmung dieses Werkes beigebracht hat, keines ist das nicht zwei- deutig oder angreifbar wäre, die Sache also, bis etwa neuè historische Notizen gewonnen werden, zur Evidenz nicht zu führen ist, dass aber doch Alles sich vereinigt, uns auf den Anfang der Römischen Zeit hinzuweisen, welcher Anfang mit grösserer Wahrscheinlichkeit 50 Jahre vor Augustus als unter seiner Regierung zu suchen ist. Die gleichmässige Gestaltung des ganzen Werkchens, welche die Annahme einer blossen Verunstaltung oder Ueberarbeitung eines älteren Gedichts zu einem leeren Hirngespinst macht, die Sauberkeit des Verses, die Reinheit und Schlichtheit der Sprache, der scheue Respect vor den Römern, die naive Unkenntniss von Ita- lien, die auffallende Unkunde über Strabo, über die Reichsgeographie des Augustus, die Ueber- einstimmungen mit Poseidonios, die nachgewiesene Möglichkeit besonderer Anspielungen und absichtlicher Auslassungen, die auf die Zeit des ersten Bürgerkrieges passen, vor allem jener eigenthümliche Hauch der Anmuth der über dem Ganzen ruht, der freilich mehr empfunden als deutlich gemacht werden kann, der leichte behaglich fabulirende Ton, der dies kleine Ge- dicht durchklingt, all dies lässt mich vermuten, dass wir es hier mit einem Zeitgenossen des Meleagros aus Gadara und des Parthenios von Nikäa zu thun haben. Als die eiserne Faust des Römischen Imperiums auf dem Nacken der Völker lag, hörte dieGemütlichkeit auf, und harmlose Producte wie das vorliegende nette Kinderbuch wurden wenn nicht zur Unmöxglichkeit doch gewiss zur allergrössten Seltenheit, die sein Unbeachtetbleiben bis ins vierte christliche Jahr- hundert kaum begreiflich erscheinen lässt. Ein Gedicht also, in dem Alles, was Form und Inhalt anbetrifft, auf den Ausgang der Alexandrinischen Periode hinweist, dürfte um der Hunnen und Nasamonen willen oder wegen einiger zweideutiger Ausdrücke vonRömischen Königen schwerlich in die eigentliche Kaiserzeit hineingezwängt werden. Ist es dennoch unter Augustus entstanden, so wäre es ein interessanter Beweis dafür, wie sehr noch in dieser ersten Römischen Zeit der Geschmack des Alexandrinerthums mit seinen guten und schlechten Eigenschaften vorherrschte.

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