Aufsatz 
Abschnitte aus der griechischen Formenlehre / von Fürstenau
Entstehung
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Jedoch haben nur wenige Verba beide Formen zugleich; die meisten Verba haben entweder das Tempus primum oder das Tempus secundum.

3. Auch ist das griechische Verbum reicher in der Bildung von Imperativen, Infinitiven und Participien; denn ausser dem Imperfect und Plusquamperfect kann jedes Tempus sämtliche Modi und Participien von sich bilden, nur dass dem Futurum Conjunctiv und Imperativ fehlen, vom Perfect Act. aber Conjunctiv und Optativ wenig, der Imperativ gar nicht in Gebrauch sind. Im Perf- Pass. werden Conjunctiv und Optativ vermittelst einer Umschreibung durch das Particip mit dem Conj. und Optat. von elut(d und 817) gebildet.

Anm. 2. Die beiden Perfecte mit Präsensbedeutung 10ε.νάόάmνσπ‿μ:rinnere mich und zéxwyuut besitze bilden ihren Conjunctiv und Optativ, sowie zelοᷣαάg heisse seinen Optativ ohne Um- schreibung, nämlich:

Conj. 2εν᷑νκιαυμααα,*ρ, εαα u. s. w. Opt. vexκιmισ, ho, Xe.ετmο u. s. w. 4. Neben den Participien gibt es noch zwei Adjectiva verbalia, welche in ihrer Bedeutung dem lateinischen Partic. Perf. und Fut. Pass. entsprechen. S.§. 17.

5. Die Tempora werden eingetheilt in: Haupt-Tempora, nämlich Präsens, Perfectum und Futurum, und historische Tempora, nämlich Imperfectum, Plusquamperfectum und Aoristus.

6. An den Verbalformen muss man unterscheiden den Stamm, die Flexions- endung und das Augment. Letzteres ist ein Zuwachs, der in gewissen Fällen vor den Stamm gesetzt wird, z. B. ge-lieb-et,&-G.œα von 1.

§. 3. Vom Augment.

1. Der Zuwachs, welchen der Stamm des Verbum vorn erhält, ist zwiefacher Art: das eigentlich und schlechtweg sogenannte Augment und die Reduplication.

2. Das Augment ist wiederum von zweierlei Art: Augmentum sylla- bicum und Augm. temporale. Ersteres findet Statt bei den Verbis, die mit einem Consonanten anſangen, und besteht in einem dem Stamme vorgesetzten à, z. B. 10 Impf. à- 1voy. Das Augm. temporale findet Statt bei den Verbis, die mit einem Vocal anfangen, und besteht in einer Verlängerung dieses Anfangsvocals, z. B. eνασ Impf. 5ννον Die Reduplication besteht in der Vorsetzung des ersten Consonanten

in Verbindung mit einem e, z. B. 1 ½ Perf. 16- 1uxd. 3