Aufsatz 
Über die Quellen für die jüdische Geschichte in den letzten Zeiten vor Christus
Entstehung
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und mußte bis Weihnachten vertreten werden; am 11. December Oberlehrer Neuß, der am 21. Dezember wieder eintrat; die Vertretung des ebenfalls am 11. December erkrankten Reli⸗ gionslehrers Eyſert übernahm der Herr Regens Spring in zuvorkommender Weiſe. Endlich erkrankte auch Gymnaſiallehrer Lückenbach einige Tage vor Weihnachten, ſo daß demnach eine Zeit lang nicht weniger als vier Lehrer von den übrigen Collegen vertreten werden mußten. Nach den Weihnachtsferien vom 7. Januar ab waren ſämmtliche Collegen wieder im Stande, den ſchulplanmäßigen Unterricht zu übernehmen; doch ſah ſich der Unterzeichnete am 15. Januar durch einen heftigen Fieberanfall genöthigt, auf 14 Tage den Unterricht auszuſetzen. Von da ab kamen bedeutendere Krankheitsfälle unter dem Lehrercollegium nicht mehr vor. Dagegen erlitt der Unterricht in mehreren Klaſſen im Juli und Auguſt dadurch einige Störung, daß Herr Oberlehrer Dr. Neuß am 1. Juli für 8 Wochen zur Dienſtleiſtung im Königl. Heere ſich ſtellen mußte. Seine Vertretung wurde bereitwillig von den übrigen Collegen übernommen.

Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im allgemeinen ein befriedigender; nur einzelne Schüler wurden durch heftige Krankheiten für längere Zeit vom Unterrichte fern gehalten.

Vom 11. März ab fanden regelmäßig wöchentlich zweimal die öſterlichen Klaſſenprüfungen von Sexta bis Prima ſtatt; es wurden dazu die Mitglieder des Curatoriums in herkömmlicher Weiſe eingeladen.

Am 22. März wurde das Geburtsfeſt Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs auf dem großen Rathhausſaale durch Geſänge, Deklamationen und Feſtrede freudig begangen, nachdem vorher in den beiden Pfarrkirchen ein Feſigottesdienſt abgehalten war. Die Feſtrede hielt Herr Gymnaſiallehrer Lückenbach.

Als das erſte Attentat auf das theure Leben unſeres erhabenen Monarchen durch Gottes gnädige Fügung vereitelt war, hielt das Gymnaſium am folgenden Sonntage einen feierlichen Dankgottesdienſt mit Tedeum, nach deſſen Beendigung der Unterzeichnete Namens des Lehrer⸗ collegiums und aller Schüler ein Glückwunſchtelegramm an Se. Majeſtät, den erlauchten Pathen und Patron unſeres Kaiſer Wilhelms Gymnaſiums ſandte. Bei der Kunde von dem zweiten fluchwürdigen, leider zum Theil gelungenen Mordanfall auf Se. Majeſtät den Kaiſer verſammelte der Director Lehrer und Schüler in einem Klaſſenzimmer und richtete eine den Umſtänden an⸗ gemeſſene kurze Anſprache an die Verſammelten, die mit einem begeiſterten Hoch auf den theuren Herrſcher geſchloſſen wurde. Darauf wurde eine vom Herrn Gymnaſiallehrer Schmitz entworfene, von der Lehrerconferenz adoptirte Adreſſe an Se. Majeſtät, den Schülern vorgeleſen, dieſe im Laufe des Tages von einem der Oberprimaner(Gruber) in hübſcher Rundſchrift abgeſchrieben und am folgenden Tage von dem Lehrercollegium und ſämmtlichen Schülern perſönlich unter⸗ zeichnet. Dieſe Adreſſe wurde bereits am 5. Juni an das Geheime Cabinet Sr. Majeſtät ab⸗ geſandt, um auf dieſe Weiſe den Gefühlen, welche das entſetzliche Verbrechen in allen Mitgliedern unſerer Anſtalt erweckt hatte, lauten Ausdruck zu geben.

Anfangs Juni machte die Prima in Begleitung des Unterzeichneten und der beiden erſten Oberlehrer einen Ausflug nach dem 3 Stunden von hier entfernten Städtchen Höhr, um