Aufsatz 
Porphyreos-Purpureus : eine farbengeschichtliche Studie
Entstehung
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172.

einem halben, Für das tertium comparationis halte ich neben dem Glänzenden der drei stahlblauen Drachen auch die bogenähnliche Form. Ob Homer die einzelnen Farben des Regenbogens unterschie- den hat, ob er sieben oder sechs oder wie die meisten Menschen heutzutage vier Farben(nämlich rot, gelb, grün, blau) gesehen hat, wird wohl niemand feststellen können. Ich möchte die Ansicht ver- treten, dass in homerischer Zeit kein Mensch auf den Gedanken ge- kommen ist, diese Farben zu zählen. Ubrigens finden wir der- artige Streifen von Fabeltieren, von geflügelten und ungeflügelten Rossen, von Vogelfiguren auf Vasengemälden an den Gewündern. Auf der Françoisvase*)zeigt der Peplos einer der Moiren Streifen von geflügelten und ungeflügelten Rossen, der eine der Horen ähnliche Streifen und eine Vogelfigur. Geflügelte Rosse, eben- falls streifenartig angeordnet, schmücken den langen Chiton des den Chorreigen anführenden Thescus. Danach erledigt sich die Bemerkung Friedländers, Beiträge zur Kenntnisse der homer. Gleichnisse I, p. 32 f., es würde, wenn der tertium comparationis nur die gekrümmte Gestalt sein könne, diese durch, 7-ro zr? weit anschaulicher ausgedrückt sein, als durch 70¹0 60x1 e&, da die Drachen cine Wellenlinie gebildet haben müssen. Dem ist nicht so, sie waren streifenartig stilisiert, wie die Vasenbilder zeigen. Die mit mannigfaltigen ornamentalen und figürlichen Mus- tern, Fabeltieren, Jagd- und Kampfszenen, verzierten asiatischen Stoffe, die von altersher zu den wichtigsten Handelsartikel der Phö- niker gehörten, sind allgemein bekannt.(Helbig a. a O. S. 151 und Anm. 2 u. 3, wo die Literaturnachweise sich befinden).

Am umsstrittensten ist die Verbindung 7ꝙσρ ⁶οςο ⁷ϑαιαο. Sie kommt bei Homer dreimal vor E 83, II 334, 1 477: 10 τκυ☚υι 696&A4αmνς̈ τοσρροοο Ʒαἀ ιασηαοο αα‿ ⁴μοανιαμσια⁷. La Roche sagt a. a. O. S. 14: Das Beiwort 7RGx ⁷εσ bei αα P, 361, vεꝓρραν P, 551 und dπατο E, 83 u. s. w. findet durch das synonyme 61⅜νœ% seine Erklärung. In seiner Iliasausgabe sagt er zu E, 83 dasselbe und führt zum Beleg an II, 350 αάα⁴αο§ϑε, μιάη νεέρσ dιeενανινεκ II, 344 vxα⁴‧ ν †ρααά‿αανν νςςυν ἀν E, 310 dua ot d8 d0-& eνν d ExdAuSps und E, 659 10 d ναηmh0h)⁷ϑιαάμόν SOeSevvn) vds&r⁴ννυνε. Dass Homer von dem Todesdunkel oder auch von einer kurzen Ohnmacht, vergl. die eben angeführte Stelle E 310 sowie E 696, 438, X 466 sagt, sie umschatte die Augen, ist

*) Mon. dell. Inst, IV, T. 54, 55, 56; Arch. Zeitg 1850, T. 23, 24; Over- beck Gal. T. 9, 1l, aus Helbig, das homerische Epos aus den Denkmälern er- läutert. S. 151, Anm. 6.