Aufsatz 
Porphyreos-Purpureus : eine farbengeschichtliche Studie
Entstehung
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des Aristoteles, de col. cap. II weisen uns direkt daraufhin: Oalve- 1.νι§e‿ εα ι Ʒας‿ασια 1τοορσοσοσοοεσ⁶να, reν τυα Ʒυνιμάαια μμεεεεοιεσ⁶ι deενανααα τmην εέe νQι³³Bό⁹ο χηάόαό ε. 10G⁴ο τν ταατυπν‿μαμν dαõ- Jevels α od aiouτοοεασεοσασασι σOοοςσι φά☚νε̈ νάσαι T0ια ανουνροις Khnlich äussert sich Goethe, Farbenlehre didak- tischer Teil S. 57.Die Purpurfarbe des Meeres ist auch eine gefor- derte Farbe. Der beleuchtete Teil der Wellen erscheint grün in seiner eigenen Farbe und der beschattete in den entgegengesetzten purpurn. Göbel schreibt nach eigenen Beobachtungen,(Zeitschrift für G. W. 1855):Wenn bei ruhigem Wetter und heiterem Himmel die tiefstehende Sonne oder auch das Abend- und Morgenrot das mässig bewegte Meer beleuchtet, so erscheinen demjenigen, der nach der beleuchteten Himmelsgegend hin über dasselbe seinen Blick schweifen lässt, die Spitzen der schaukelnden Wogen goldumsäumt, alle tiefer gelegenen Teile aber strahlten ihm wie der reinste, feu- rigste Rotwein entgegen. lch habe öfter die Angabe gefunden, das östliche Mittelmeer besitze überhaupt eine rötliche Farbe, Das ist nach Breusing,(Nautisches über Homer J. J. 131 S. 81 ff.) der viele zuverlässige Sceleute danach gefragt hat, eine ganz un- glaubwürdige Behauptung, rein aus der Luft gegriffen.

Ob nun aber die Menschen der homerischen Zeit sich derartig in die Betrachtung der einzelnen Farbenerscheinungen sollten versenkt haben, wie Aristoteles in einem wissenschaftlichen Werk über die Farben es viele Jahrhundert später tut, erscheint für den naiven Cbarakter der griechischen Heldenzeit äusserst unwahrscheinlich. Daspurpurne Meer ist indessen auch noch anders erklärt worden. Zonaras ed. J. A. H. Tittmann Lips 1808) hat oogo- 080ν:.ασ ᷣνοιασα ττοοςσο⁵σεεον Hesych(ed. min. M. Schmidt, Jena 1867) bietet 1 qσνιο ϑ†⁴τααs: 6m ₰έας. ιο. uεᷣ2a- viceν. αο⁴ειεε οꝓαονσες. Demnach würde ⁷ο⁶εο die Be- deutung dunkel besitzen. Das erklärt sich leicht, wenn wir beden- ken, dass 7r00% GOε nur von bewegtem, wogendem Meer gesagt wird, das im Gegensatz zu der spiegelglatten See einen dunkelen Eindruck macht. Man kann diese Erscheinungen an jedem Fluss, überhaupt an jeder Wasserflüche beobachten, wenn ein Windstoss sie kräuselt. Deshalb darf man aber 7ι0οεοο nicht einfach mit dunkelrot oder gar schwarz übersctzen; die Grundbedeutung bleibt wogend, wallend.

An den Stellen, wo τοꝓσεοο von Gewändern, von Teppichen Decken, Mänteln gebraucht wird, fordert der Sinn nirgends eine Farbenbezeichnung z. B. Homer I 200, 7 242, 22 24, 645.