Aufsatz 
Porphyreos-Purpureus : eine farbengeschichtliche Studie
Entstehung
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1,16, Simonides von Keos 51, Arion 18, Theogn. 1035, Alkman 60,5) purpurn= rot ist, darüber weiter unten. Purpurgefärbte Ge- wänder finden sich bei Euripides, Orestes 1436, 1457, Sappho 64, 1, Bion 1, 3 und 79, Moschos 1, 123;. FAœzls Simonides von Keos 37,12, 0Qαò ⁷G ν τοναι⁶οσς Pindar, Pyth. 4, 114, ein präch- tiges Kopftuch Sappho 44,2 ein Ball Anakreon 14, 1(doch vergl. unten bei Homer Od. 9, 373), Teppiche Bacchylides 28,1, Ana- creontoa 32,2, Theokrit 15, 125, Binden, Theokrit 2, 122, ausserdem Aeschylus, Agamemnon 910, 957, 959.Purpurlippen hat Simonides von Keos 72,1,Purpurwangen Phryn. 2. Lorz a. a. O. bemerkt richtig, aus den meisten Stellen lasse sich erschen, dass die Purpurstoffe als kostbars) angesehen worden seien,da diese präch- tigen Gewünder alle entweder Göttern oder Mitgliedern eines Königs- hauses gebört hätten. Ohne Farbenbezeichnung finden wir 11000600 bei Pind. Nem. 4, 28, wo der Olivenkranz des olym- pischen Siegers so genannt wird, in der Bedeutung kostbar, ähnlich Theogn. 828. Aphrodite wird Anacreontea 15, 11 οπρσαοωέν ge- nannt(vgl. oben bei Catull S. 10.) Minnermos, Nanno l singt ⁊ν⁹½ οςσ ri dsn εαοσρσν αzeo XOνοα oοοdi⸗ςα(ef. Noch ist die schöne, dic goldene Zeit!). Zu Simonides aus Keos 21 und 200, wo das goldene Vliess 11% νοοννꝑ genannt wird, bemerkt Lorz a. a. O., der Diehter habe nach der(?) Uber- lieferung andeuten wollen, es sei mit dem Safte der Purpurschnecke gefärbt gewesen, oder, wie er glaube, es hätte das Kostbare und die Pracht damit bezeichnet werden sollen. Ich meinerseits bin der Ansicht, es wollte der Dichter das Glänzende, Leuchtende des gold- strahlenden Vliesses ausdrücken, ähnlich wie Apollonius Rhod. 4, 125 f., welcher sagt dας.. vεꝓεαν ενανηον, dvν⁴ντοο εioν qäονεορσνhoΤelĩG‿⁊rmZ;rαα Gαειυέςσσι, wo das tertium comparationis zwei- fellos das Leuchtende ist. Wenn Pindar, Pytb. 4, 183 die Flügel des Zetes und Kalais purpurn dleντ⁴ρασς πτεοοςσν νυα πάεσοεμοQα Gια 100% 0ε½ nennt, werden wir ühnlich wie bei Horaz IV, 1 9 ff. auch an glänzende Flügel zu denken haben.

Ich komme schliesslich zu Homer und damit zur Beantwortung der Frage, ob in der Odyssee und der Ilias οεοσ schon eine Far- benbezeichnung ist.

Büchsenschütz**) behauptet: in Karien und Lydien finden wir

*) Nepos bei Plin. h. n. 63 sagt, das Pfund violetten Purpurs habe 100, das des doppeltgefärbten tyrischen habe 1000 Denare gekostet. Genaueres bei Schmidt a. a. 0. S. 158§ 52.

**) Die Hauptstätten des Gewerbefleisses im klassischen Altertum, Leipzig, Hirzel 1869, S. 82.