. merkt.) Carm. I, 35, 12 purpurei tyranni. II, 18, 6 Laconicas- purpuras. Epod. 5, 7 und Carm II., 16, 7 purpurae decus von der toga practexta gesagt. Carm. IV, 13, 13 Coae purpurae.— Das Leuchten des Purpurs tritt an folgenden Stellen deutlich hervor. Carm. III, 1, 42 Nec purpurarum sidere clarior Delenit usus. Hier haben wir den Purpurglanz: Purpurgewänder leuchtender als ein Stern.(Vergl. Ilias Z, 295 G⁶ν ο d˙ς veνιαs nümlich einer der ει₰1Gεταυηιάηόινηι⁴οι, der 2⁴ ⁴ε⁴σιοο εννν τυυια⁴ιιιααιν ef. Od. 0, 107). Ep. II, 3, 15 f. Purpureus, late, qui splendeat, unus et alter Ad- suitur pannus.
Ich komme zu den Stellen, an denen purpureus nicht eine Farbe, sondern nur den Schimmer, den Glanz, das Leuch- ten überbaupt die Schönheit bezeichnet.
Vergil, Georg. 4, 54 finden wir purpureos flores, wo wir pur- pureos nur mit pulchros übersetzen können.(Pseudo) Vergil, Cic. 37 purpureos inter soles et candida Lunae sidera. Buc. IX, 40 Huc ades, o Galatea.. Hie ver purpureum, varios hie flumina circum Tundit humus flores,„der glänzende, strahlende Frühling“. In Verg. Aen. 1, 591 ist Aencas einem Gott ühnlich, namque ipsa decoram Caesariem nato genetrix lumenque iuventae Purpureum et laetos
—oculis adflarat honores,„glänzende Jugendschönheit“. Aen. 6, 641
wird von glänzendem Liecht auf den Inseln der Seligen gesprochen purpurco lumine. Khnlich ist Horaz, Carm. III, 3, 11 f. Quos inter Augustus recumbens Purpureo bibet ore nectar. Nauck vergleicht freilieh Verg. Xen. II, 593 roseoque haec insuper addidit ore und erklärt purpureo ore von dem purpurroten(nicht nektargeröteten) Munde des zum Gotte Verklärten. Kiessling hingegen bemerkt rich- tig purpureo ore gehe nicht auf die Farbe, wie in dem Catullischen purpurco ore suaviata(45, 12), sondern auf den schimmernden Glanz des Purpurs:„es malt den verklärten Glanz der Göttergestalt, das lumen iuventae purpureum(Verg. Aen. I. 590 f. S. o.) Carm. IV, 1, 9 ff. finden wir Tempestivius in domum Pauli, purpureis ales oloribus, Comissabere Maximi, Si torrere iecur quaeris idoneum. Da man im Altertum nur die weissen Schwäne gekannt hat, kann hier
*) Veckenstedt gibt in seiner„Geschichte der griechischen Farbenlehre, Pa- derborn 1888“ S. 89 ff. eine merkwürdige Erklärung dieser Stelle. Er erklärt purpurn folgendermassen: es weist ein Blau auf, welches rotem Untergrund in verschiedenen Abstufungen entstammt, aber anch ein Violett auf rotbraunem Untergrund.„War uns bei dem Purpur dieser Blauschimmer als besondere Eigen- tümlichkeit dieser Farbe erschienen, so haben wir einen Schritt weiter zu gehen und in weiterem oder ursprünglichem Sinne den Schimmer als Purpur selbst zu bezeichnen, der nur als besondere Bezeichnung sich an die unruhig bewegten


