Aufsatz 
Über die Methode und die Grundlagen der Arristotelischen Ethik
Entstehung
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mistische oder pessimistische Anschauung zuschreiben sollte. Dabei lässt ihn aber die Untersuchung keineswegs gleichgültig. Die Wärme des Tons, die begeisterten, oft hinreissenden Schilderungen sittlicher Zustände, der Ernst, mit dem er leicht- fertige Theorien zurückweist, sie zeigen deutlich, wie gross sein Interesse ist. Aber dieses Interesse ist das eines sittlich denkenden Mannes überhaupt und daher unbe- einflusst von rein persönlichen Stimmungen. Und so lebhaft auch seine Theilnahme ist, sie verleitet ihn nicht dazu, die wissenschaftliche Strenge zu vernachlässigen und statt scharfer Bestimmungen ethischer Begriffe nur rhetorische Lobpreisungen oder auch blosse Ermahnungen zum Handeln zu bringen. Ueberhaupt finden sich paräne- tische Stellen in der Ethik äusserst selten. Nicht als ob Aristoteles meinte, die Ethik hätte keinen Einfluss auf das Leben, vielmehr sieht er hierin ihren eigentlichen Zweck, und gibt auch öfter Mittel an, wie die Tugend zu erlangen sei, aber er ist überzeugt, dass die Erkenntniss der Wahrheit schon an sich auch das Handeln beeinflussen werde, s. 1172 b 4: 6O0u.Mσνη ot dAνεες rαν‿ 2Gν ευνον r8 1 eldεναμκα τνπναι ud τακτοο ενααbꝗdd a το⁶σ ονν 0p- ⁵ννρo o! pdo övreg rofg νοιςσ πασ sνοvrat, 61 ποοοεαοναι roοdνς υ⁵devrag gijy aœr roug. Daher tadelt er es auch auf's ent- schiedenste, wenn aus Rücksicht auf etwaige Folgen im praktischen Leben der Wahr- heit Abbruch geschieht. So thaten es diejenigen, die um der verkehrten Richtung der Menge entgegenzuarbeiten, behaupteten, die Lust sei an sich etwas Schlechtes 1172 a 30: l6&&ενοο 6εετν vαi mη%⁶ς rbν 610v I⁴ενν dropνειιτνενν**) paν⁴³eνν α εt ² εοrõνν eret" ydo rodg zo⁴2lod rο⁸ τis œl douleueue rats- vls, ο Ʒεεν ex rouvxprlov dyein 849e:» ydo dv orcs erl 10 εαν, aber gerade dadurch entsteht eine Gefahr für das sittliche Leben: of pdo xeεον τυαν εν roες ταανινεμσ aal rarg xdeνεαοαι 1νοοι πmↄr"&tον mᷣχιιστοοο τν OGvßnOödraνν Odνo dανσσνιν rotg uœrd rijv α‿νρρασαυν uααρσονοννυμ⁵αέικνοοι αἀάασς rd Aννοι˙ε οσσναινοονσσννο WSmυν½ ν ⁷Oνν ògdelg xor' sꝙoοιεαμνενοο dæoxdtvev doxe? r0 τν ς roαυiτ*ν oddœœαeνσ dmadxανm 16 dοο⁴εεν να odu orν τνπ νν⁶⁷wiν. Die Wahrheit wird vielmehr nach Aristoteles Ansicht durch ihre eigne Kraft am meisten die Sittlichkeit fördern.

Dass die Aristotelische Ethik sich durchaus auf das ihr eigenthümliche Erfah- rungsgebiet beschränkt, haben wir oben gesehen. Daraus bestimmt sich auch ihr

Verhältniss zur Religion. Sie hält sich von derselben principiell ganz fern(so heisst