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das Ganze zu richten und immer tiefer in dasselbe einzudringen. Aus diesem streng systematischen Zusammenhange ergibt sich ein Hauptvorzug der Aristotelischen Phi- losophie für die Uebung des Denkens, gleichzeitig aber auch der Grund, weswegen ein richtiges Verständniss unseres Philosophen so schwer ist. Ein grosser Theil von Missverständnissen ist lediglich daraus entstanden, dass man einzelne Unter- suchungen aus dem Zusammenhange des Systems losriss, durch den allein sie ihre Berechtigung und ihre Bedeutung erhielten. Was der Kritiker selbst verschuldete, ist oft dem Philosophen vorgeworfen. Wenn also bei der Beurtheilung des Aristoteles nur die grösste Besonnenheit und Umsicht vor Irrthümern sichert, so möge bei der Schwierigkeit der Aufgabe auch bei der folgenden Untersuchung das etwa Verfehlte eine milde Beurtheilung finden.
Man könnte nun aber meinen, die Richtung auf das Ganze und die Erörterung des Besondern nach allgemeinen Grundsätzen sei eine schlechte Empfehlung der Ari- stotelischen Philosophie und bedürfte eher der Entschuldigung als des Lobes. Denn das Beweisen aus blossen Principien hat zu viel Unheil in der Wissenschaft herbei- geführt, als dass man nicht das Recht hätte, dagegen misstrauisch zu sein. Aber es werden bei Aristoteles nicht materielle Principien, welche den Ergebnissen der Special- forschung vorgreifen, vorausgesetzt, sondern lediglich solche Grundsätze, die erst durch die Anwendung auf das besondere Gebiet reale Bedeutung erhalten und zu be- stimmten Resultaten führen, die ferner für jede einzelne Disciplin eigenthümlich be- gründet werden können. So wird Aristoteles nicht durch die Universalität der For- schung zur Vernachlässigung des Besonderen verleitet; wie ihm überall das Besondere, Eigenthümliche der höchste Zweck ist, s. Eth. Nic. 1178 a 5: rò Olugtov ᷣxdoτ i qudets odridron al jοαστν dτνν ενα˙ο, so soll auch die Untersuchung die Er- kenntniss der eigenthümlichen Natur des Gegenstandes zum Hauptzweck haben. Bei der Wichtigkeit dieser Frage möge es gestattet sein, einige Stellen zum Belege dafür mitzutheilen. Top. 158 a 36: dουναoν αἀ xοd etEai ι—G⁴η¶hõK(aαμνανον me⁶ ννν αμiωeν doxν Phys. 195 b 21: det del rò αrion Endorou dagörarov Sureir, Goσαε a eal rν ãddαοmν, 0lOu ννοσωσαασο oOixοονμεε dι ναμ⁵ο,' 00uO0μ εœd i 0i αο⁴ονοησ roðro rolwvun rοτεοονσ τ⁶ αoοwν. de anima 414 b 25: pAotov gyretv rou
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