Aufsatz 
Die wichtigsten Grundregeln gesunder Lebensführung für die Jugend / von Dr. Karl Endemann, Direktor des Königl. Gymnasiums zu Dillenburg
Entstehung
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Sauberkeit iſt auch der beſte Schutz gegen anſteckende Krankheiten. Sänubere oft am Tage deine Hände und Nägel mit reinem Waſſer und mit Seife, beſonders aber vor dem Eſſen.

Waſcheſtets deine Hände nach dem Beſuche der Bedürfnisanſtalten.

Benutze nicht die Kleidungsſtücke von Kameraden, noch weniger ihr Handtuch, ihre Waſchutenſilien, am wenigſten Kamm, Haar bürſte, Zahnbürſte!

Hüte dich auch vor der Berührung der Haustiere, nament lich der Hunde! Von Leuten, die krank erſcheinen, halte dich, namentlich auch, wenn ſie ſtark huſten, möglichſt fern, beſonders auch auf der Eiſenbahn. Auf dieſe Weiſe vermeideſt du viele Krankheitskeime, die deiner Geſundheit gefährlich ſein können.

Speie nie auf den Boden, ſondern nur in die dazu beſtimmten Gefäße!

3. Richtiger, vernünftiger Wechſel zwiſchen Tätigkeit und Erholung, Arbeit und Ruhe, Wachen und Schlafen.

Ueberanſtrenge dich nie bis zur Ermattung und Ermüdung, etwa durch Märſche, Turnen, Sport!(vergleiche unter 4 b*)

Handle nicht nach dem oft gehörten Grundſatze:Erſt das Geſchäft, dann das Vergnügen, ſondern nach der Regel:Erſt die Arbeit, dann die Erholung. Acht Stunden wirkliche Arbeit, etwa ſieben bis acht Stunden Erholung und leichtere Tätigkeit geiſtiger und leiblicher Art, etwa acht Stunden Schlaf lin den Kinderjahren bis zum elften Lebensjahre noch mehr) bilden ungefähr die rechte Zeiteinteilung. Der Tag gehört der Tätigkeit und zwiſchendurch der Erholung, die Nacht nur der Ruhe.

Mache die Nacht nicht zum Tage und den Tag nicht zur Nacht, laß beiden ihr Recht! Lebe mit der Natur und nach der Natur!

Der Sonntag ſei dir ein Tag ruhiger Sammlung für Körper und Seele. Benutze ihn in dieſem Sinne! Heilige ihn!

4. Stete geregelte, vernünftige und naturgemäße Pflege aller Organe, insbeſondere aber a) Pflege der Haut, des Atmungs⸗ organs des geſamten Körpers, der vextenſiven Lunge, durch Luft

bad im Zimmer, Waſſerbad, Waſchung und Abreibung.

*) Anm.: Einzelne Wiederholungen ſind unvermeidlich; man bedenke, 3 3 2;

daß die Regeln für die Jugend beſtimmt ſind.