Aufsatz 
Der alte Friedhof der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a.M : mit urkundlichen Beilagen
Entstehung
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die in sehen oder horen lesen, die itzänd sint vnd hernach komend: das wir eynmudec- liche mit gudem rade virkaufft han vnd virkaüffen zu rechtem ewigem kauffe mit samendir hand willecliche vnd einueldecliche an dysem bryefe den bescheiden lüden Johanne Swabe scheffen Aschaffenburg, vrawen Elsen syner elichen wirten, Heinriche von Holtz- hüͤsen vnd Engelen syner elichen wirten burgern zu Frankinford vnd irn erben gemein- lichen, die vm vns gekaufft hand fünfczig phünd heller geldes gudir werunge alle jar ewec- liche in vnd darnoch iren erben mit einandir zu male vnverdeilit vf sant Michahelis tag zu gebene zu geldene vnd zu richtene ane allerhande widdirredde, vf der Juden schuͤle, vf deme schüͤlhoue vnd vf den husen vnd houe die der schüle vnd dem schulhoue horent in der stad vnd vf der Jüden kirchoff vnd vf die hüůs die zu dem Judenkirchoffe gehorent vzwendig der stad zu Prankinford ewecliche emphahene vnd gerüwecliche besitzene, glichirwis vnd zu dem selben rechte als wir sye han beseßen vnd an vns ist komen, vm dusent phünt heller gudes geldes der wir zu male gewerit sin, die wir in vnsirn nůcz gewand han vnd der wir Johannen, Heinrichen vnd ir erben ledig sagen an dysem bryefe. auch setzen wir Johannen, Heinrichen vnd ir erben die vorgenanten in alle die glde vnd in alles das recht das wir darzu hatten vnd virzihen des lutirliche vnd willecliche, vnd ensullen auch adir enwollen wir adir vnser erben sye daran in keynre wyse, in keynre hande sachen nümmer gehindern, mit worten adir mit wercken, mit ge- richte adir ane gerichte, geistlich adir wertlich, heymeliche adir vffinbar, ane geuerde. iz ist auch gered in willichir zit der cyns nicht genczliche wuͤrde gereichit vf den selben sant Michelis tag adir in den neysten achte tagen darnoch, so mügent vnd sullent Johan vnd Heinrich, ir erben, adir weme sy das beuelhen. die Judenschule, den schulhoff, den Juden- kirchoff vnd hus vnd hoff was darzu gehorit, in der stad vnd vzwendig der stad zu Prankinford, mit einandir zusliezzen, in ire hand nemen vnde inne halden vnde haben, also lange biz in der cyns genczliche virrichtit werde. vnde wie lange auch der selbe cyns noch den egenanten acht tagen noch sant Michahelistage vngegolden stünde, so sullent ien ie zu der wachen, diewyle der cyns vngegoldin stet, vyer marg Colschir phenninge von dem vorgenanten guͤde zu penen geuallen, ane allirhande widdirredde, zu alle dem rechte als die bryeue sprechint die darvbir gegeben sint vndir der stede ingesigel zu Frankenford.

Vorbaz daz dyse egenante gülde sichir si, ewig vnd veste, so setzen wir ien zu wndirphande vnsir hüs zu Aldinburg!) in der stad zu Frankenford also bescheidin- liche vnd also lange, bis wir zehen achtey! korngůlde, vyer kappůͤnen vnd vyer gense gülde, die vir Mecze von Lympurg, eczwanne eliche wirten Heinrichs von Holczhůsen deme god gnade, vnd ire erben vf deme halben teyle der vorgenanten gͤlde hant andirswo be- wysen da sye wale ligen vnd damide der selben frawen Meczen vnd iren erben wale mide genüge. vnde wanne daz geschit kündliche vnd redeliche, so sal daz vndirphand vns ledig vnd los sin. auch sullen Johan Heinrich, ire erben adir wer die gülde hat, von der güúlde geben bede vnde sture, vnde davon tün als andir buͤrgere von irme gude tͤn das zu Frankinford ist gelegin.

Zu einre ewegen stedekeid vnd warir vestenünge allir dir vorgeschreben dinge geben wir Heinrich vnde Metze die egenanten Johanne, Heinriche, iren frawen vnd iren erben den vorgeschrebenn dysen bryf besigeld mit der stede ingesigel zu Frankenford, daz durch

²) Das Haus zu Altenburg lag am Leonhardsthore auf der Weſtſeite. Battonn, V, 120.