Aufsatz 
Der alte Friedhof der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a.M : mit urkundlichen Beilagen
Entstehung
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zuns vf alle die zit, alse hievor gesprochen ist, nicht ingebin vnde in versezin, sa sal her Wigant ader sine erbin die vornanten die schole vnde scholhob vnde kirchob in sine hand nemen vnde besliezin alse lange bis das die Juden den zins verrichten vnde die büese die darvf gesast ist, das is alse manig wuche alse sie vber rechte zit den zins versizin, alse manige vier mare phenninge vornanter werunge gent darvyf ze buse. Me wanne die vornannten ses jar nach einander sint kumin füre vnde vervaren, wilcher zit dan die Juden kumen zuschen sente Mychels dage vnde vnser vrowen dage alse die messe zu Frankenuord aneget, binnen zehen jaren nach einander volgende, vnde brengen das selbe gelt da der zins vmme verkouft ist ganz ader halb vnde bieden hern Wigande ader sine erben vmme einen wiederkouf des vor- nanten zinses, des insal he ader sine erbin den Juden nicht versein, he insule in den zins wider zu koufe geben vmme alse vil geldis alse der zins gekouft vnde verkouft wart. Quemen aber die Juden nach vnser vrowen dage, sa inist he in keinen widerkouf schuldig, he inwollis dan von willin gerne dün, wone der zins irschenin ist. Were abir das die Juden dis gelt nicht alles mochtin habn vnd brechtins halb, sa sal he in den zins halbin wider koufe gebin, aber in eime andern jare mugen sie das ander halbe deil des zinses widerkoufen binnin den zehin jaren in der zit alse hie vorredet ist. Were abir das die Juden die vornanten zehen jar liesin furslichen ader also vervarn das sie den zins nicht widerkouften weder ganz ader halbin zu allen den ziden alse vor- gesprochen ist, was dan da hinde blibe vnwiderkouft, das blibet bi herrn Wigande ader bi sinen erbin eigentliche, also das die Juden beafter der zit niemer dekeines widerkoufes endurfin gedenken ewecliche ader vmmermere. Ouch bekanten sich die vornanten Juden das her Wigand vnde sin wirten Kuntzele die vornanten in das gut habn bezalt vnde vollecliche vergoldin. Ouch han sie beidersit geglobet, beide die Juden vnde her Wigant vnde sin erbin, diesen kouf veste vnde stede zuů haldene nach aller der rede alse an dieseme geinwortigen briue stet gescrebin. Zu stedekeit vnde vestenunge aller dirre dinge sa han wir vnser stede groze ingesigele an diesen brif gehangen, vnde ist gegebin vnde dirre kouf geschehin da man zalte nach gotes geburt tusint jar vnde druhundert jar in deme seszehenden jare an sente Gallen abende.

II.

Heinrich Schrenke von Gerlachsheim und Mecze von Spire ſeine Frau, Bürger von Frankfurt, verkaufen dem Johann Swabe, Schöͤffen zu Aſchaffenburg und ſeiner Fran Elſe und dem Frank⸗ furter Bürger Heinrich von Holzhauſen und ſeiner Frau Engele die von ihnen ehemals um 1000 Pfund Heller guten Geldes erworbene ewige Rente von jährlich 50 Pfund Heller guter Währung auf der Synagoge, dem Synagogenhof, dem Haus und Hof die zu dem Synagogenhof gehören, dem Kirchhof und dem darauf ſtehenden Hauſe um denſelben Preis und mit denſelben Rechten, zu denen ſie dieſelben beſeſſen haben. Dat. Frankfurt 1336 December 7.

Ich Heinrich Schrencke von Gerlachsheim vnd Metze von Spire myn eliche wirten bürgere zu Frankinford bekennen:) vffinliche an dysem briefe vnd dün kund allen den

¹) Or. beknnen.