1. schüler: Ulnd wär' es wahr, was deine Zunge SPricht,— Daun hüllet ener Angesicht, ihr Musen, Und fluchet dem entarteten Geschlecht! Ihr Finsternisse, schwebt aus Höllentiefen Und breitet Dunkel um des Menschen Blicke, Daß nimmermehr der sonne Himmelsstrahl Ihm lächle in des Irrtums krübe Qnal!
Der Hlte: sehr sicher scheinst du vor dem eignen Fluche!
1. schüler: Den Frevler nur ereilt der Flüche Zorn. Nicht Frevyler sind wir, wenn wir strebend irren, Verräter nicht an schillers hohem Erbe.
steis foigten wir des Unvergess'nen SPur Und wandelten in seiner Dichtung Himmeln. Doch an der Erde haftet unser Fuß
Und unvermögend ist der staubgeborne, In jener schönheit göttlichreinen Höhen sich schwebend zu erhalten alle Zeit. Geblendet sinkt der glanzesmüde Blick
Und die(hestalten, die aus Göttermark
Und miüldem Rosenlicht der Tichter formte, Berflatteru ihin zu flücht'gem Dämmerschein. Da greift die Hand in trügerische Leere
Und ftlavisch folgt er dem Gesetz der schwere.
Der Hite: Mit kluger Wendung fühest du deine sache Und machst den frevlen Irrtum zum Gesetz.
1. sehüler: Zum segen wird, was dir ein Frevel scheint. Wohl strebt der Mensch, der Himmielsschönheit müde, Hinab zum staub, und in der sehnsucht Gier Umfaßt er voll die niedre Wirklichkeit Mit ihrer Lust und ihrem wunden Wehe.
Da trinkt er an des Lebens warmem Blut sich neue sinnenkraft mit raschen Zügen
Und SPielt beglückt mit dem gemeinen Tand.— Doch lange nicht.— Es sättigt sich der Drang Und schwüle Dämpie, gift'ge, sumpfgezeugte,


