Und widerhallend tönt's aus ferner Fremde, Tönt's über weiten Ozeanes Flut Zu schillers Preis, des einz'gen, vielgeliebten. Und sollte mir in jugendlicher Brust Nicht auch der Liebe Opferflamme lodern, Daß meine sehnsucht diesen Höhen naht, Die einst des Dichters SPur geheiligt hat?
Oer Hlte: Bist du ein Heuchler, der mit list'ger Maske Dem stachel meines Zorns entrinnen will Entstammst du nicht dem frevelnden Geschlechte, Das zum Verräter ward an schillers Geist? Wo ragt noch seiner Dichtung Rauchaltar?
Wo sind die Priester, die die Flamme nähren? Und wo die Herzen, die ihr Funke wärmt? Mit der Empörung roher Herrschbegier
Habt ihr den heil gen Opferbrand zertreten Und aus der Asche ench ein Götzenbild Geformt mit fahlen, frechen Fratzenzügen!
O unglückselger Irrtum, der euch blendet!
Ihr sucht die Wahrheit um der schönheit Preis Und findet Wahrheit nur in dem chemeinen! Das Laster zerrt ihr aus dem schenen Dunkel, Wo es, der Häßlichkeit verbrüdert, sitzt.
Und schleppt das frendenlose Larvenbild
In Lüsternheit vor eurer Bühne Lichter!
so muß die Halle, die einst schillers Geist Zur schule reiner Menschlichkeit geadelt, Unwürdig eurer Aftermuse dienen,
Die euch bestrickt mit buhlerischen Mienen!
1. schüler: Verwaundert steh' ich und ich fasse kaum Des ungehenren Vorwurfs herben sinn: Doch ungerecht, ich fühl es, ist der Tadel Was leugnest du des Menschengeistes Adel?
Oer Hite: Wie gerne nähm' ich bess're Zeitung an! Doch also ist die Mär' zu mir gedruugen; Kein schlimmres Lied ward meinem Ohr gesungen.


