Aufsatz 
Treu zu Schiller! Schülerfestspiel zum 9. Mai 1905
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13

Umdrängen ihn und engen seine Brust. Da SPäht er sehnend zu den ew'gen sternen Und plötzlich schwebt er starken Flügelschlags Enpor, empor zu den geweihten Höhen Und dient mit neuer Kraft, anbetend siumm, Der reinen schönheit Hohempriestertum.

Der Atite(erwartungsvoll): Und ist die schönheit, die er sehnend sucht,

Ist sie aus schillers reinem Geist⸗ geboren? 1. schüler: Kein hell'rer stern blickt in des Jünglings Brust, Kein froherer in deutscher Jungfraun Herzen, Kein Flammenzeichen leuchtet so dem Pfad, Auf dem wir ahnungsvoll die Wahrheit suchen, Kein Heroldsruf erweckt in aller sinn so froh und laut den Widerhall der Freude Und reißt zu hoher Lebenstat nus fort Als schillers Kraft und freies sängerwort. Oer Hlte: Darf ich der Botschaft, der ersehnten, trauen? sie fächelt mich wie nene Hoffnung an; Ich glanbte gern, was kaum ich glauben kann. 1. schüler: Besteht mein Wort vor deinen Zweifeln nicht, so mögen die Genossen für mich zeugen! Der Hlie: Wo sind die Eideshelfer, die du rufst? 1. schüler: sie folgen meiner sonur zu diesen Höhen: Die gleiche sehnsucht wirbt um gleiches Ziel. Grimhart(der vorgetreten ist und nach Enks ausgeschaut hat): Dort nahen sie!

Ffrömut Grimhart fassend und fortziehend: Geschwind, daß wir

kriegen! (Beide ab).

Winwalt: Oer ebenfalls ausschaut): In raschen schritten streben sie empor; Man sieht's: ein hoher Eifer treibt die Füße. 1. schüler(er den Alten auf die Nahenden weist):

In ihrer Hand der Blumen Kranzgewinde Zeigt dir der Wünsche gute Absicht an.

sie