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4 per quam id, quod ex propositione ad ostendendum pentinet, assumitur, und die complex io oder conclusio, per quam id, quod efficitur ex omni argumentatione, breviter exponitur. Cic. de invent. V,§. 67. Die beiden Urtheile, aus denen gefolgert wird, heißen auch Prä⸗ miſſen, weil ſie dem Schlußſatz vorausgeſchickt werden.
Die Schlüſſe zerfallen in kategoriſche, hypothetiſche und disjunctive. Der kategoriſche Schluß iſt ein ſolcher, welcher im Oberſatz ein kategoriſches Urtheil enthält, deſſen Subject als vermittelnder Begriff die ührigen Glieder des Schluſſes beſtimmt. Die Grundregel dieſes Schluſſes iſt: weil eine Ausſage von Allem gilt, ſo gilt ſie auch von Mehreren und Einzelnen, und: weil eine Ausſage im Widerſpruch mit dem Ganzen ſteht, ſo widerſpricht ſie auch den Theilen und dem Einzelnen. Die Eigenthümlichkeit des hypothetiſchen Schluſſes liegt darin, daß in dem Oberſatz die nothwendige Verbindung zwiſchen einem Bedingten und einer Bedingung ausgeſprochen wird. Wird nun im Unterſatz die Bedingung geſetzt, ſo wird damit im Schluß⸗ ſatz auch das Bedingte geſetzt; wird dagegen das Bedingte aufgehoben, ſo fällt damit auch die Bedingung weg. Der disjunctive Schluß hat zum Oberſatz ein Urtheil, in welchem dem Subject zwei oder mehrere Prädicate entgegengeſtellt werden, von denen ihm immer nur eines zukommen kann. Wird alſo von den Trennungsgliedern eins geſetzt, ſo werden die andern damit aufge⸗ hoben; werden alle Glieder der Disjunction bis auf eins negirt, ſo wird damit der übrige Theil des Prädicats geſetzt. Das Dilemma iſt ein Schluß, deſſen Oberſatz hypothetiſch und disjunctiv iſt, und deſſen Unterſatz die ganze Disjunction aufhebt, deſſen Schlußſatz daher auch die Hypotheſe aufhebt.
Die alten Sprachen lieben es, die Schlußglieder durch beſtimmte particulae illativae zu kennzeichnen. Die gewöhnlichſten Wörter, mit denen die assumptio eingeführt wird, ſind: autem, atqui, at, et, porro, jam, 9⁶, d21d, zai unj», dadd ν, izιz für die conclusio ſind zu bemerken: igitur, ergo, ita, doc, 100νν, 00» und andere. Luc. Jup. trag. 51: 2l„deο ιοι,&iG1 2lα ϑεο⁶. d.A2α τ⁴υπeν ²ο* 9½⁴ʃ,&19* ⅜ο☚ννμαά πt. Cic. de nat, deor. 2, 6. 16: Si enim est aliquid in rerum natura, quod hominis mens, quod ratio, quod vis, quod potestas humana efficere non possit, est certe id, quod illud efficit, homine melius. Atqui res coelestes omnesque eae, quarum est ordo sempiternus, ab homine confici non possunt. Est igitur id, quo illa conficiuntur, homine melius.
Von dem dialectiſchen Syllogismus unterſcheidet ſich der redneriſche Schluß durch die freiere Form. Dahin gehören erſtlich die Abweichungen, welche in der Aufeinanderfolge der Schlußglieder Statt finden, indem häufig die beiden Prämiſſen, ſowie der Schlußſatz nicht die regelrechte Ordnung beibehalten, ſondern ihre Stellen wechſeln. So bei Thuc. V, 9. Braſidas ermuthigt ſeine Truppen durch den Gedanken, daß die Feinde wahrſcheinlich Mißgriffe begehen werden und daß man dieſelben benutzen könne. In ſtreng logiſcher Form würde der Schluß folgendermaßen lauten:„Wer Feinde vor ſich hat, welche Fehler begehen, und dieß zu benutzen verſteht, hat Ausſicht, zu ſiegen; wir haben ſolche Feinde vor uns, folglich haben wir Ausſicht zu ſiegen.“ Statt dieſe Ordnung beizubehalten, beginnt der Redende mit dem ISchlußſatz, aber mit einer kleinen Wendung des Gedankens: 11 d⁸ erreeονο rOG⁴ει§ανοσνακαmð—ἀι‿ά‿ 810 9§ϑ³⁴ασ 800, Tya 1οm ½ νααην ι³⁷νον να 1μm Cmακπ⁴σ‿ςσσ υι⁶ιυειεεν ενςεεε υ⁶εμεκνο d*οπιιαασνννπμααι⁴αςσνι. Dann folgt der Unterſatz und zwar ſo, daß der Gedanke ſpecialiſirt wird, indem zugleich angegeben wird, worin die muthmaßlichen Mißgriffe der Feinde beſtehen werden: 1⁰G yd erνεeoν elrde œwmò3 ̈σέι τε ijuuc vGœ* Od ν 22l0αια de ν εmεεεμεέν 0ι τςσ¶ ⁵αἀάι—ς εα udeπνν dνανρσρννα 18 r009 10 Xοον ντνα νν ασέαις εα ϑιαι T0.—
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