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vor dem Durchgang des Polarsterns durch den Mexidian stattfinden. An diesen Augen- plick, wo die unten in der Anmerkung erwähnten Sterne genau in dem Verticale des Polarsterns, d. h. senkrecht unter ihm stehen, werden wir die Zeit seines Durch- gangs durch den Meridian knüpfen. Man visiere also zuerst das eine Loth auf die beiden Sterne und warte den Moment ab, wo beide genau zu gleicher Zeit von dem- selben verdeckt werden. Diesen Augenblick bemerke man nach der Uhr und warte alsdann so lange, als die unten angegebenen Zahlen es bestimmen*). Alsdann visiere man die beiden Lothe auf den Polarstern ein, der sich nun gerade in einer seiner Cul- minationen befindet, und die beiden Lothe werden genau in der Ebene des Meridians liegen. Statt zweier Lothe kann man sich auch nur eines Lothes und einer auf einem
*) Der Stern s im Grossen Bären, der erste im Schwanze desselben, oder wenn man ihn als Wagen an- sieht, das hinterste Pferd, zunächst an den beiden Vorderrädern, steht senkrecht unter dem Polarstern, oder in demselben Verticalkreise 19 Minuten 20 Secunden vor der Culmination desselben. Das Sternbild der Cassiopea steht diamteral dem des grossen Bären gegenüber. Eine Linie durch die beiden Hinterräder des Wagens und den Polarstern gelegt, trifft in ihrer Verlängerung auf die Cassiopea. Der Stern„ in dersel- ben ist sehr leicht zu finden. Die 5 augenfälligsten Sterne derselben sind zweiter Grösse und stehen zum Theil dicht an, zum Theil in der Milchstrasse.„ ist immer der dritte, man mag von dem einen oder dem andern Ende zu zählen anfangen, und steht an der mittleren Spitze der Figur, die man gewöhn- lich mit einem grossen lateinischen W vergleicht. Der Eintritt dieses Sterns in den Vertical des Polarsterns findet 22 Minuten 12 Secunden vor der unteren Culmination des letzteren Statt. Noch kann man bemerken, dass y und« Polaris aut derselben Seite des Pols also bei unserer Beobachtung beide unter dem Pol stehen, während bei s des Bären der Pol zwischen diesem und dem Polarstern liegt.
Die beiden folgenden Sternpaare, die man mit Hülfe einer Sternkarte am Himmel leicht auffinden kann, stehen gegenwärtig fast ganz genau übereinander senkrecht, wenn sie durch den Meridian gehen, und können, wenn man sie auch nicht zur Bestimmung des Meridians benutzen will, doch immer dazu dienen, sich davon zu überzeugen, dass die auf andere Weise gefundene Lage desselben richtig ist.
Es sind die beiden Sterne des Pegasus, die in den Abendstunden von October bis December cul- minieren.
5 PTegali(Scheat)— Rectascension 225b 57m 5— Declination+ 270 20˙ 5
2 Pegaſi(Markab)—„„ 22 57 53—»„+ 14 27 49. Beide Sterne sind von der 2. Grösse und bestimmen die westliche Seite des grossen Vierecks, aus dem das Sternbild des Pegasus zum Theil besteht. Wie man aus dem Unterschiede ihrer Rectascension sieht, geht der südliche etwa 48 Secunden vor dem nördlichen durch den Meridian.
Das zweite Sternpaar, das im Februar bald nach Einbruch der Nacht durch den Meridian geht, und für die Gegenwart fast ganz genau gleiche Rectascension hat(nur 9 Sec Unterschied), ist noch leichter kennt- lich. Es ist
6 Tauri(Nath)— Rectascension 5b 17m 34s— Declination+ 28⁰0 29 13“
Orionis(Bellatrix)—„„ 5 17 43—»„+ 6 13 20 Der erste steht dicht am Rande der Milchstrasse, am Ende des nördlichen(linken) Horns des Stiers und ist von der zten Grösse; der zweite, Bellatrix, ist schwach 1r Grösse, und steht an der linken Schulter des Orions, etwa 8 Grad über dem westlichsten der drei so leicht kenntlichen Sterne 2ter Grösse die am Gürtel des


