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ist also im Perihelium am grössten, nimmt von da immer ah, bis sie im Aphelium am kleinsten geworden, um von da bis zur Sonnennähe wieder eben so stätig zu wachsen, wie sie in der vorigen Hälfte der Bahn abgenommen. Am 1. Januar beträgt sie 1⁰ 1/ 101, am 3. Juli 0o 577 11/,7 und in der mittleren Entfernung 00 59/8„3 in 24 Stunden mittlerer Zeit. Linear gemessen ist sie also im Mittel in einem Tage= 355 884 geogr. Meilen, von denen 15 auf einen Grad gehen.
Diese Geschwindigkeit ist viel zu gross und lässt alle auch die schnellsten Bewegungen auf Erden so weit hinter sich, dass wir sie nur mit unserem Verstande erfassen uns aber nicht anschaulich vorstellen können*⁴).
II. Nachdem wir uns im Vorhergehenden die wichtigsten sätze über die Geslalt, Grösse und Lage der Erdbahn vergegenwärtigt haben, wenden wir uns zur eigentlichen Beantwortung der in der Ueberschrift enthaltenen Frage. Sollen wir von irgend einem ge- gebenen Punkte der Erdoberfläche angeben, in welcher Richtung er sich zu einer gegebenen Zeit durch den Raum dahin bewegt, so werden wir diess nicht besser thun können, als indem wir denjenigen Punkt der Hohlkugel des Himmels genau bestimmen, auf den in diesem Augen- plicke die Bewegung des Erdmittelpunkts und somit auch unseres Ortes gerichtet ist. Die Lage eines Punktes im Raume wird aber durch ein System von drei auf einander rechtwink- ligen Coordinaten bestimmt. Die erste derselben ist die Mittagslinie des Ortes, deren Lage uns bekannt sein muss. Die zweite würde uns in der Fläche des Horizontes den östlichen oder westlichen Abstand von dieser Mittagslinie geben, und die dritte die über dem Endpunkt der zweiten senkrechte Höhe oder Tiefe über oder unter unserem Horizont. Da es uns aber in unserem Falle nicht um die Entfernung des Punktes von uns zu thun ist, sondern nur um die Richtung, in welcher er von uns gesehen wird, so werden wir statt der geraden Linien die ihnen entsprechenden Winkel wählen, unter denen ihre Endpunkte von unserem Standpunkte aus geschen werden. Wir werden also, da uns die Lage der Mittagslinie und die Ebene des durch dieselbe und durch unser Zenith gehenden Meridians bekannt ist, nur
*) Nehmen wir an, dass eine 24pfündige Kanonenkugel in der ersten Secunde nach dem Abfeuern einen Weg von 1600 rheinischen Fuss durchfliege, und das Rohr der Kanone 6 Fuss lang sei, so wird die Kugel den Tos oder den 266ten Theil einer Secunde darauf verwenden, um die 6 Fuss der Länge des Rohres zu durcheilen. Da die Erde bei ihrer mittleren Geschwindigkeit 4,1 Meilen oder etwas mehr als 96000 Fuss in einer Zeitsecunde fortrollt, so folgt, da der 266te Theil von 96000= 360“ ist, dass, könnte man einen Standpunkt ausserhalb der vorbeifliegenden Erde einnehmen, und in dem Augenblicke, wo eine solche Kkugel abgefeuert wird, die Hand vor die Mündung des Rohres legen, diese Kugel doch keineswegs die Hand erreichen und beschädigen würde, da in derselben Zeit, welche die Kugel nöthig hat, um bis zur Mündung der Kanone zu gelangen, diese sammt der Kugel durch die Fluggeschwindigkeit der Erde schon um 360 Fuss von der Hand hinwegge- tragen und nach verlauf der ganzen Secunde schon 4 deutsche Meilen von ihr entfernt sein würde. Dass der Schuss natürlich nach der der jeweiligen Bewegungsrichtung der Erde entgegengesetzten Weltgegend abgefeuert werden müsste, versteht sich wohl von selbst.


