Aufsatz 
Zur Festordnung der großen Dionysien
Entstehung
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DIE DAUER DES FESTES.

Die grossen Dionysien begannen, wie im ersten Teil meiner Abhandlung ausgeführt, nach dem 8. Elaphebolion; über ihr Ende haben wir zwei verschiedene Zeugnisse, die sich nur sehr schwer mit einander vereinigen lassen. Thukydides berichtet nämlich IV, 118, 12, dass am 14. Klaphebolion 423(Ol. 89, 1) eine Volksversammlung in Athen abgehalten ward. worin ein Waffenstillstand mit den Spar- tanern beschlossen wurde: za wuoAoynoav&v un drum ınv xezeıolan elvaı Eriavior, doyen dE ande ınv yuzoav rerogada Ent dere Tod EhagıBok@vos wos. Hieraus müsste man schliessen, dass damals am 14. Elaphebolion das Fest schon zu Ende war, denn nur in Ausnahmefällen finden wir, dass an Festtagen Volksversammlungen stattfanden,_Mommsen (Heort. S. 388) stellt auch, gestützt auf diese Stelle, für die stossen Dionysien folgenden Minimalansatz von 5 Tagen auf: am 8. Elaphebolion der zrooayov, am). die rouzen und der Schmaus, am 10, die zreides und«rdges, dann am 11., 12. und 13. je eine tragische Tetralogie und eine Komödie, und am 14. das Pandienopfer und die Versammlung im Theater (Dem. 21, 8).

Dass nun die Tragödien und Komödien zusammen mehr als 3 Spieltage in Anspruch genommen haben müssen, glaube ich im zweiten Teil meiner Abhandlung bewiesen zu haben; es wäre daher nur noch der Ausweg da, dass wir den Fest- zug mit den Knaben- und Männerchören zusammen auf einen Tag, und zwar den 9. Elapheb., setzen. Nun schliesst schon Mommsen aus der Höhe der Unkosten, die die Iyrischen

!) An diesem Minimalansatz von 3 Spieltagen halten ausser

Stahl(vgl. oben 8.28 1.) auch noch Alb. Müller(Bühnenalt. 8. 320 ff.) und P. Stengel(Iw. Müllers Handbuch V, 3, 8. 166) fest.