Aufsatz 
Zur Festordnung der großen Dionysien
Entstehung
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Die Mannigfaltigkeit der Deutungen kommt offenbar daher, dass keine andere Grundlage für die Erklärung des Wortes vorlag als eben die Platostelle; nur die Etymologie stand fest, oxgißas 1) ovos, 2) aygros xoıds, Aus dieser 3edeutung geht dann die weitere hervorGerüst, xıdAlBas Tgioxehs, va av nÄaorızov riyuare,&y' ols diarvrodoı vas eixövec.!) Rohde 8. 255 vergleicht damit unser Wort Bock; in ähnlicher Weise wird dialektisch auchEsel undHund im Deutschen gebraucht.

Und in dieser BedeutungGerüst gebraucht Sokrates bei Plato das Wort, ohne damit einen terminus technieus anzuwenden. Erst die spätere Zeit glaubte aus«der Plato- stelle auf eine technische Bedeutung des Wortes schliessen zu müssen und erklärte es daher als Aoysfov,&y' ov oi t9eypdol ıyawißovro(Schol., Hesych., Phot.,) ete, nur aus dem angenommenen Zusammenhang der Stelle.?)

Es ist hier noch der Ort, über das Fest zu sprechen, an dem Agathons Dramen damals aufgeführt wurden. Fast allgemein(Rohde ausgenommen) denkt man an die Lenaeen, wegen der Worte Symp.p. 223 C&1# naxgav or vuxıwv ovoon, die auf den Gamelion, in dem die Lenaeen gefeiert wurden, allerdings sehr gut passen. Oehmichen teilt diese Ansicht, denn er hält die Erwähnung der grossen dem Feste bei- wohnenden Menge von Fremden(p. 175 E er naoıvo Wr Ellıvov srkeiv rgrouvgiors) nicht für ausschlaggebend, zumal auch für die Lenaeen die Anwesenheit von Fremden durch das Scholion zu Aristoph. Plut. 954 bezeugt werde.

Dies Scholion lautet: x»ogugalos,.... ovx E&jv de Efvov Kog8vEv Ev To doUxD X00W Todıo rrenaugen' ev 8 1m Anvaip Ev nal ueromor, Bei den Lenaeen also durften auch Fremde als Choreuten

') Pollux VII, 129 nennt 70 Svklor To1oxehts,& oo nivarss£osidorie, orav yodymrraı, ebenfalls oxoldas oder xıllidas, jedenfalls nach einer Glosse zu unserer Platostelle.

2) Vgl. dazu anch Reisch(Dörpfeld und Reisch, das griechische Theater S. 303), der jede Beziehung des brol3a; auf das Theater in Abrede stellt.£