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ders einigen Eindruck gemacht haben.“) Der weſentlichſte Grund der mit ihm vorgegangenen Veränderung aber war ſicher⸗ lich, daß nun, nachdem kein Feind mehr zu fürchten, in ihm an die Stelle des Vorkämpfers für Europas Befreiung der ruſſiſche Politiker getreten war.„Der Freiherr vom Stein, ſo ſpricht ſich ein neuerer ausgezeichneter Geſchichtſchreiber?) aus, mußte ihm jetzt mehr und mehr entfremdet werden, da beide in ſo man⸗ cher Beziehung ein ganz verſchiedenes Ziel im Auge hatten. Stein wollte den allgemeinen Frieden, die Ruhe des Welttheils durch eine erweiterte und feſt begründete Macht Deutſchlands geſichert wiſſen. Ein ſolches Deutſchland aber, das ſicher auf eigener Macht ruhend, eines fremden Beſchützers nie bedurft und fremde Ein⸗ miſchung nicht geduldet hätte, paßte nicht in die Weltordnungspläne des Kaiſers Alexander. Hätte es doch Rußland vom Weſten aus⸗ geſchloſſen.“ Die Symptome dieſer veränderten Stimmung ſeines kaiſerlichen Gönners waren indeſſen in den Anfängen des Con⸗ greſſes für Stein noch weniger bemerkbar. Auch fand er gleich von vorneherein ſo viel anderen Grund zum Aerger, daß ihm keine Zeit zu ruhiger Beobachtung blieb. Denn ſeine Hoffnungen auf
⁴) In ſeiner derben Manier ſagt darüber der alte E. M. Arndt„Meine Wanderungen und Wandlungen mit dem Reichsfreiherrn v. Stein“ 216 f.: „Aber nur bis Paris war Kaiſer Alexander ganz und heil gekommen, in Paris ward der ſteinſche Alexander ungeſund und zerriſſen; es trat leider aus den liſtigen und blanken ruſſiſchen und franzöſiſchen Elementen ſeiner Natur und Erziehung jetzt etwas hervor, was von Steins Willen und Karakter am fernſten lag.“ Und ferner:„Das war es, das war die Ver⸗ wandlung— in Paris war die franzöſiſche Gewandtheit und Liſtigkeit, welche mit unendlicher Geduld und Kunſt alle Maſchinen und Geräthe des Trugs für ihre Vortheile aufzuſpannen und zu benutzen verſteht, ſo⸗ gleich über ihn gekommen. Die Franzoſen hatten ſich ſogleich den Vaat⸗ ländiſchen Schweitzer, General la Harpe, der Alexanders Jugend erzogen hatte, zu ſolchem Gebranch verſchrieben; noch mehr ſollten hier die him⸗ melanſtönenden Gebete und Seufzer frömmelnder alter Weiber helfen.“
²) Th. v. Bernhardi„Geſchichte Rußlands und der europäiſchen Politik in den Jahren 1814 bis 1831. I, 5


