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den Kaiſer Alexunder zur Ueberſchreitung des Rheins zu beſtimmen, wie er ihn früher zum Uebergang über Niemen und Weichſel be⸗ ſtimmt hatte.“) So finden wir es erklärlich, daß er, als auf franzöſiſchem Boden die deutſchen Angelegenheiten wieder ernſthaft zur Sprache kommen, ſich mit dem Aufgeben der Kaiſeridee ganz ausgeſöhnt zu haben ſcheint.
Dem Teplitzer Vertrag folgte der von Chaumont(1. März 1814), in dem die Alliirten ſich, nachdem Oeſterreich lange ge⸗ ſchwankt, zur energiſchen Fortſetzung des Krieges einigten. Außer⸗ dem aber war dieſes Bündnis für die Zukunft unſeres Vater⸗ landes von der höchſten Wichtigkeit, weil darin zum erſten Male ſich officiell von den Verbündeten über Deutſchlands künftige Verfaßung ausgeſprochen wurde. Durch den erſten geheimen Ar⸗ tikele) ward nämlich beſtimmt, Deutſchland ſolle aus un⸗ abhängigenStaatenbeſtehen, welchedurcheinenfort⸗ währenden Bund miteinander vereinigt ſein ſoll⸗ ten. Damit ſchien denn Steins Kaiſerprojekt völlig über Bord geworfen zu ſein. Er war darüber keineswegs aufgebracht, da ihm, wie wir ſahen, ſchon längſt ernſte Bedenken über die Durchführ⸗ barkeit ſeiner Ideen gekommen waren. Bereit, wie immer, wenn es galt, zum Heile des Vaterlandes zu wirken, arbeitete er nun, auf ſeiner im Auguſt 1813 entſtandenen Arbeit fußend, ſofort den Entwurf einer Verfaßung des neuen deutſchen Bundes aus. Den 10. März übergab er eine darauf bezügliche Denkſchrift dem Staatskanzler von Hardenberg und dem Grafen Münſter, der als engliſch⸗hannöveriſcher Bevollmächtigter das Heer der Alliirten begleitete, den 11. eine gleichen Inhalts dem Kaiſer Alexander. Die Hauptpunkte, in welchen ſich dieſe Steinſche Ver⸗
) Pertz III, 481 u. Anm 101. Von der„unbegrenzten Verehrung“ die Stein nach F. Lentners„Karl Freiherr v. Stein in Oeſterreich.“ Wien 1873. S. 21 für das öſterreichiſche Herrſcherhaus gehegt haben ſoll, iſt hier wenigſtens nichts zu verſpüren. Uebrigens vgl. den Exenrs.
²) Dipl. Geſchichte d. J. 1813— 1815 I, 406.


