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ſich jetzt darum, welche Anſichten über Deutſchlands Neu⸗ geſtaltung unſer Staatsmann nach Abſchluß des Kaliſcher Bünd⸗ niſſes in Berückſichtigung des Fortgangs der Ereigniſſe vertrat. Hier fällt uns zunächſt ſeine Stellung zu dem Teplitzer Ver⸗ trage ins Auge, den am 9. September 1813 die Verbündeten von Kaliſch mit Oeſterreich ſchloßen. Er war eine bittere Nothwendig⸗ keit dieſer Vertrag, denn die Schlachten von Großgörſchen und Bautzen hatten bewieſen, daß trotz aller Begeiſterung Preußen und das durch den Feldzug von 1812 ſehr geſchwächte Rußland mit dem gewaltigen Gegner allein nicht fertig werden würden. So trat denn Oeſterreich und mit ihm Metternichs Politik in die Action ein. Sein Eingreifen war auf diplomatiſchem Gebiete nicht weniger entſcheidend als auf militäriſchem. Während man in dem Breslauer Vertrage vom 19. März, den Stein und Neſſelrode als ruſſiſche, Hardenberg und Scharnhorſt als preußiſche Bevoll⸗ mächtigte abgeſchloßen hatten, ſich hinſichtlich der Zukunft der noch auf Napoleons Seite kämpfenden deutſchen Staaten freie Hand behalten hatte, mußte man jetzt auf Oeſterreichs Verlangen den Fürſten des aufzulöſenden Rheinbundes völlige Unabhängigkeit zu⸗ geſtehen.“) Der Idee einer einheitlicheren Organiſation des Ge⸗ ſammtvaterlandes, mit der ſich Stein nebſt ſo vielen Patrioten ſeither getragen hatte, war damit ein gewaltiger Stoß verſetzt, ſeine Thätigkeit als Präſident des Centralverwaltungsraths der zu befreienden deutſchen Länder von vorneherein gelähmt. Wie be⸗ rechtigt ſein grimmiger Haß gegen die Rheinbundskönige war und wie richtig er gerade in ihnen die Hemmſchuhe der vaterlän⸗
³) Es iſt höchſt wahrſcheinlich, daß in den„geheimen und beſonderen“ Artikeln des Teplitzer Vertrags, die den 12 veröffentlichten beigefügt waren und nicht bekannt geworden ſind, eine Vereinbarung zwiſchen Preußen und Oeſterreich über Nichtwiederherſtellung der deutſchen Kaiſer⸗ würde getroffen worden iſt. S.„Diplomatiſche Geſchichte der Jahre 1813— 1815“ I, 294 und 301 ff., wo auch die über dieſen Punkt zwiſchen Hardenberg und Münſter geführte Correſpondenz der Hauptſache nach aus Lord Caſtlereaghs Denkſchriften IV, 33—38 mitgetheilt iſt.


