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Die Verbindung des Conjunctivs mit an iſt eine ganz naturgemäße, inſofern das zu Ver⸗ wirklichende einestheils nichts ſchon Wirkliches, ſondern ein bloß Angenommenes, Gedachtes, Vor⸗ geſtelltes iſt, anderntheils ſeine Verwirklichung als von äußeren Verhältniſſen und Umſtänden ab⸗ hängig, alſo bedingt erſcheint. Der beſſeren Ueberſicht wegen unterſcheiden wir folgende Gebrauchs⸗ weiſen: 1) In der homeriſchen Sprache ſteht der Conjunctiv mit ày anſtatt des Indicativs des Futurs. Wir wollen jedoch mit dieſer Beſtimmung nicht ſagen, daß der Conjunctiv mit dy ganz dieſelbe Bedeutung, wie der Indicativ des Futurs habe. Vielmehr während der Indicativ des Futurs eine objective Behauptung über eine zukünftige Handlung enthält, deutet das ſubjectivirende uen oder d in Verbindung mit dem Conjunctiv an, daß es ſich bloß um eine Annahme, Vorſtellung, um ein bloß Gedachtes handelt; ſodann weiſt es auf die Umſtände und Verhältniſſe hin, die zur Verwirk⸗ lichung des Erwarteten mitwirken können. Es dient alſo dieſe Verbindung zum Ausdrucke einer un⸗ entſchiedenen ſubjectiven Behauptung, die einige Wahrſcheinlichkeit für ſich hat. Thr gεν νν οσ wit v Suf narl duolg éraiοναν πενιν,& de n dre SiGα uldα⁴αοοσ ½⁰⁶⁴). Jl. I, 183 f. Schon v. 115 hat Agamemnon es als feſten Entſchluß ausgeſprochen, die Chryſeis zurückzugeben; erſt in der Hitze des Streites kömmt ihm der Gedanke, für die Chryſeis die ſchönwangige Briſeis, des Achilles Ehrengeſchenk, zu nehmen; deßhalb wird dieſer Gedanke, wo er zuerſt in ihm auftaucht, nicht mit der Entſchiedenheit, wie der erſtere, ſondern ſubjectiv gemildert ausgeſprochen. Vgl. JI. III, 54, III, 417, I, 205, XI, 387, 433, XIV, 235, I, 137, XVI, 129, XXIII, 558 ff., Od. IX, 17, X, 507, XVII, 418.— 2) In der gewöhnlichen Sprache tritt„ zu dem Conjunctiv in directen und indirecten, auch in zweifelnden Fragen, in letzteren, um den Ausdruck des Zweifels noch zu verſtärken. A hat in dieſer Verbindung die Beſtimmung, auf die Umſtände hinzuweiſen, durch die die Frage veranlaßt wird. Bäumlein beſtreitet die Verbindung von dν mit dem Conj. deliberat., jedoch mit Unrecht 0s). Bgl. Hartung's gr. Partikellehre II. Thl., S. 287 f., Kühner's ausf. Grammatik Thl. II, S. 103, Roſt S. 600. Die Bedeutung von ày iſt hier nach Hartung und Kühner dieſelbe, wie bei dem unabhängigen Conjunctiv oder dem Futurum, indem es ausdrückt, daß die Sache, um welche berathſchlagt wird, erſt dann geſchehen kann, wenn etwas Anderes zuvor ge⸗ ſchehen iſt. Io e erourt ol* ⁸½ο„ dnoe drν dπιαι τ⁹ο⁶) Plat. Prot. p. 319, B.— Aslvaseng rijs Tq νοαςε oνν Ʒεευdν, dmoir dν 4He 19¹). Xen. An. II, 4, 20.— Frioοννιαι*ν ϑνQ T0⁵dνε 0ατεεοσςσ de d r g Teios dmdsετεαν, 7 ze Syh e n ee ee rösra ꝗ&eοιαά̈ οοο. Jl. VIII, 532 ff. Hier ſteht der Conjnnctiv dem Futurum faſt noch ſo nah, wie in unabhängen Sätzen. Vergl. Jl. VI, 367, XX, 311, 0d. I, 268, II, 332, XX, 311, Jl. XIII, 742, O0d. IV, 545. Oft iſt das Verbum des Verſuchens oder Berathſchlagens zu ergänzen. Vgl. Hartung und Krüger a. a. O. Ti or, Ar 16οανέν⁴ιο); Plat. Legg. p. 665, C.— Ilas dr ad †ον⁹ααeνe rauνra xad xeur imανra11°); id. Phaedr. p. 231, D.— Aus- dy wurde 2dν. Tngipal,&dν rds Gοα mOm‿h☛όαιο dↄ‿ςσσ)z). Xen. Mem. IV, 4, 12.— 3) Am hänufigſten ſteht
104) Sie(die Chryſeis) werde ich mit meinem Schiffe und meinen Gefährten ſenden; aber die ſchönwangige Briſeis, denk' ich, führe ich hinweg.
105) Bäumlein Unterſuch. S. 56, S. 184.
106) Ich weiß nicht, wie ich deiner Behauptung den Glauben irgend verſagen ſoll.
107) Nach Abbrechung der Brücke werden ſie keinen Ort haben, wohin ſie irgend fliehen können.
108) Erfahren werde ich, ob mich jener Tydide, der muthige Diomed, von den Schiffen zur Mauer zurück⸗ treibt, oder ob ich ihn wohl(wie ich denke) mit dem Stahl durchbohre und mir die blutige Rüſtung erbeute.
109) Was in aller Welt ſollen wir nun wohl ſagen?
110) Wie ſollten ſie wohl, wenn ſie anders bei Verſtand ſind, glauben, daß dieſes ſich gut verhalte?
111) Sieh' einmal zu, ob dir dieß beſſer gefällt.


