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„Das Modaladverb&y ſtellt die Thätigkeit als eine bedingte dar, nämlich als eine ſolche, die nicht ohne Unterbrechung fortdauerte, ſondern ſich nur unter gewiſſen Fällen, Umſtänden und Verhältniſſen wiederholte.“ Auch Bäumlein gibt die Richtigkeit dieſer Bemerkung Kühner’s zu 7⁴), macht aber da⸗ gegen mit Recht geltend, daß damit die Bedeutung der genannten Verbindung weder erſchöpft, noch in ihrem Weſen getroffen ſei. Indem wir uns nun der Hauptſache nach mit ſeiner Anſicht ganz und gar einverſtanden erklären, wonach àr, wenn es mit hiſt. Tempp. verbunden iſt, in allen Ge⸗ brauchsarten nur die eine Bedeutung der Setzung eines Faktums hat, und ſeiner Erklärung nur beizufügen uns erlauben:„der Setzung eines unter Umſtänden eintretenden, alſo bedingten Faktums“; glauben wir in aller Beſcheidenheit, die meiſten der Stellen, die er zum Beweiſe angeführt, daß Ar nicht Ausdruck der Bedingtheit ſein könne, auch anders deuten und zu Gunſten unſerer Anſicht inter⸗ pretiren zu können 75). Bäumlein will vor Allem nicht zugeben, daß in Arist. Ran. 1022: 4 draoοduεvo mac dr ris du⁵οᷣ νυαιντν dioh elree ein Bedingungsſatz ergänzt werden könnte. Der Artikel vor Geaozeyoe läßt uns allerdings erkennen, daß das Participium hier die Stelle eines Relativſatzes vertritt. Aber aus der Beifügung des collectiven ae und des unbeſtimmten ew erſehen wir offenbar, daß wir einen bloß angenommenen und auf ein unbeſtimmtes Subject zu beziehenden Fall haben. 6 eacäuenos iſt alſo nur der Form nach einem Relativſatze gleich, in Wirklichkeit involvirt es eine Bedingung und kann ganz gut je nach dem Gedanken mit ei 9ed⁴εαοαmtο oder ſogar mit t 9εᷣαᷣατo aufgelöſt werden. Wir überſetzen demgemäß:„Da ward wohl Jeder, wer immer zuſchaute, von Verlangen nach kriegeriſchen Thaten beſeelt.“ Bei der Beſchaffenheit meiner Tragödie, will der Verfaſſer ſagen, kann man annehmen, daß Jeder, vorausgeſetzt, daß er ſie mit anſah, nach kriegeriſchen Thaten Verlangen trug.— Auch in dem zunächſt angeführten Beiſpiele drückt das Participium 70, die Bedingung zu e*6νασαν ρ aus und kann durch** 00, oder durch el side auf⸗ gelöſt werden. Aneoοεανσν Gν o wd seneio 4005„, ApGαεαάα ιmmo⁶ον, mεe ‿ οe A-oug roοαrid⁴ταν sεαοτs ανυνν̈̈ᷣ ονςα ꝛ(⁶ τνν νυνμάναάα,ν mνμνννα xæò‿ να⁴εέντια οςα ατεανονν ⁷ AOr,⁶⁶)( Xen. Hell. III, 4, 18.— In den drei folgenden Stellen, Xen. Hell. IV, 4, 12, Dem. in Steph. I,§. 19 und Plato Apol. p. 18. C. dürfte es ebenfalls nicht ſchwer ſein, einen hypothetiſchen Vorderſatz zu ergänzen; jedenfalls findet in Bezug auf ſie die Bemerkung Hartung's 7²) Anwendung:„Beſondere Erwähnung verdient die Erſcheinung, daß ſolche elliptiſche Sätze, ſie mögen nun frequentativer oder anderer Bedeutung ſein, bisweilen in die Form von Relativſätzen gekleidet ſind.“ Auch glauben wir, uns auf das Seite 9 Geſagte berufen zu dürfen, wonach ſich dieſe Aus⸗ laſſungen entweder aus dem Zuſammenhange oder aus der allgemeinen Erfahrung ſehr einfach und leicht ergänzen. Uebrigens ſind wir mit Bäumlein einverſtanden, daß ſich ſehr viele Stellen finden, in denen weder von einer Nichtwirklichkeit, noch von einer Wiederholung die Rede iſt. Namentlich gilt dieß von Antiph. de caede Her.§. 26: Alon„d dra yy˙e o*ꝗ ο uuενοσ ενε νν ToũO pνεέαςναι, rτο ⁴ένιέμν νοωπνντσ oν ddög, roöro de uνreο xᷣdνoc æ roĩ aolou oure„ο ron
74) Bäumlein a. a. O. S. 148 ff.
75) Auch Hermann ergänzt, wo ein hiſtoriſches Tempus in Verbindung mit d., die Wiederholung einer Handlung bezeichnen ſoll, einen hypothetiſchen Vorderſatz in all' den Stellen, wo ein ſolcher nicht aus⸗ drücklich geſetzt iſt. Kühner erklärt Lrey a„, er pflegte zu ſagen, ſo oft dieſes oder jenes geſchah, ſo oft es nöthig war. Vgl. S. 93. Hermann erklärt Aeror à durch 44e„νꝙ. Vergl. Hermann de part. d„ p. 19.
76) Da ward auch Einer, wie man annehmen darf, ermuthigt(da konnte, mußte Einer ermuthigt werden), wenn er ſah, wie zuerſt Ageſilaos, ſodann auch die übrigen Krieger bekränzt aus der Ringſchule zogen und ihre Kränze der Artemis weihten.
77) S. Hartung's Partikellehre, II. Thl. S. 250.


