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daß d ſogar hypothetiſchen Vorderſätzen einverleibt und mit* unmittelbar verbunden zu werden pflegt; denn da das Bedingende ſelbſt wieder durch etwas Anderes bedingt ſein kann, ſo iſt auch dieſe Erſcheinung kein Hinderniß für jene Annahme, im Fall dieſelbe durch Analyſirung der Verhält⸗ niſſe und durch Etymologie 3³⁰) beſtätigt wird.“— Bäumlein bemerkt ferner zur Bekämpfung der ſeitherigen und zur Begründung der eigenen Theorie mit Recht, daß nur jene Anſicht über by die richtige ſein könne, in welcher das zum Bewußtſein gebracht werde, was das Gefühl in den Sätzen, welche ãy bei ſich haben, unmittelbar finde 4⁰). Aber welches dieſer unmittelbare Eindruck iſt, den die Ausſage durch Beifügung von auf das Gefühl macht, darüber ſind eben die Meinungen ver⸗ ſchieden. Während Hermann ganz im Allgemeinen ſagt, daß unſere Partikel das, was ſonſt gewiß und beſtimmt ſei, ungewiß und unbeſtimmt mache ¹¹); diſtinguirt Reiſig weit richtiger, welchen Einfluß d ausübt, wenn es mit dem Optativ, und welchen, wenn es mit dem Indicativ, dem Participium oder Infinitiv derjenigen Tempora, die nicht eine Möglichkeit, ſondern Wirklichkeit ausdrücken, ver⸗ bunden wird. Bloß in Bezug auf letztere Modi ſtimmt Reiſig mit Hermann überein; in Bezug auf den Optativ macht er die richtige, von Bäumlein ebenfalls aufgeſtellte Bemerkung, daß, wenn durch den bloßen Optativ die Möglichkeit einfach ausgeſprochen werde, durch den Optativ mit n dieſelbe mit mehr Nachdruck und zuverſichtlicher behauptet werde 4²). Bäumlein geht aber noch weiter als Reiſig und legt unſerer Partikel nicht bloß die Kraft bei, die Behauptung einer Möglichkeit mit mehr Zuverſicht auszuſprechen, ſondern die Handlung geradezu als wirklich zu ſetzen, und er findet zu dieſer Annahme einen Grund eben in dem zweifachen, direct entgegengeſetzten Einfluß, den dy durch den Hinzutritt zu dem Indicativ oder Optativ auf die Ausſage übt. Seine Worte lauten: Die aufgeſtellte Theorie erhält ihre Rechtfertigung in der Wahrnehmung,„daß von dem Standpunkt der
39) Roſt ſchreibt in dieſer Hinſicht:„Ueber den Grundbegriff und das eigentliche Weſen der Partikeln àr und 24„) läßt ſich nur dann eine ſichere Beſtimmung treffen, wenn es gelingt, den Stamm zu er⸗ mitteln, aus welchem dieſelben erwachſen ſind. Volle Gleichheit des Begriffs beider wird ſich nur dann ergeben, wenn beide als Sprößlinge einer und derſelben Wurzel zu betrachten ſind. Um dieſe Wurzel zu entdecken, wird man von ²6(*) als der älteren und körperhafteren Form ausgehen müſſen. Dieſe führt ungeſucht auf KEr, den Grundſtamm von zos(jener), ²%ꝙ(dort), 2ey(von dort her), 2e-e(dorthin). Die Richtigkeit dieſer Etymologie vorausgeſetzt, würde 230) als eine ſchwächere Neben⸗ form von 2 zu betrachten ſein mit der Grundbedeutung dort, übergetragen auf die Zeit(ein Vorgang, der auch bei e0er Jl. XV, 234. ſtattfindet) dann. Um nun von dem enklitiſchen auf das voll⸗ betonte à* zu gelangen, müßte man einen Abfall des anlautenden ⸗ annehmen(für welchen die Ver⸗ gleichung von zio mit 16ra eine Analogie bietet) und eine Umlautung des ⸗ in a(die auch in dem doriſchen ⸗4 ſtatt* ſich zeigt), während der in ihrem Lautumfange beſchränkten Form à die nach⸗ drücklichere Betonung zu Theil ward, damit ihr Lautgehalt nicht zu ſehr geſchwächt würde.“*
40) Vergl. Bäumleins Unterſuchungen über die griechiſchen Modi und die Partikeln zer und dν S. 54.
41) Hermann ſchreibt in ſeiner Abhandlung: de particula àv libri IV. p. 6:„Apparet, particulam dν conditione addenda id quod aliter certum definitumque esset, incertum et infinitum reddere.“ S. 9 ſchreibt er von dr, zer, wie von 10½, r00, T6:„Commune omnium hoc est, quod sententiam quodam- modo debilitant, eique aliquid ambiguitatis addunt.“ S. 164 bemerkt er zu Aesch. Ag. 1057:„Dubi- tanter enim dictum zei*ι e, quia ex eo pendet, ut placeat Cassandrae obedire; sine conditione autem drαειννς, quod id putat futurum esse chorus.“
42) Reiſig's Worte lauten:„Notio ejus(particulae*) optativo addita rem quamque, quae fieri posse simpliciter per optativum dicitur, confirmat: contra eadem indicativo participioque et infinitivo eorum temporum adjuncta quibus non, posse fieri aliquid, sed ipsa veritas rei(existentiam vocant philosophi) exprimitur, reddit dubiam magis sententiam.“ Reisig commentatio de vi et usu y particulae p. 99.— p. 98 bemerkt er:„IIli ipsi suis se laqueis irretiunt, quum dv particula optativo addita rem per se incertam fieri incertiorem ajunt. Quid enim tandem potest incertius cogitari, quam ipsum illud, quod optatur?i Jeog? dv apponas: r*ν eν s habebis multo profecto gertius et exploratius.“ e


