Aufsatz 
Entwurf eines Lehrplans für den französischen Unterricht in Sexta, Quinta, Quarta im Anschluss an K. Kühns Lehrbücher / von den Fachlehrern
Entstehung
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SEAIA.

Vorbemerkung: Nachdem der Lehrer mit einigen ein- leitenden Worten die Kinder zunächst auf die Frage hingewiesen hat: Warum lernt man fremde Sprachen? und nachdem insbeson- dere die Kenntnis der französischen Sprache als nützlich und schätzenswert hingestellt worden ist, beginnt der Sprachunterricht mit der lautlichen Schulung der Schüler, wobei am zweckmässigsten die französische Lauttafel nach dem System Vietor zu verwenden ist. Hat die lautliche Durchbildung der Schüler bereits in der Vor- schule beim deutschen Unterricht stattgefunden¹, so wird im An- schluss hieran die Auffassung der französischen Laute um so leichter vor sich gehen. Als praktische Anwendung dieser Laut- übungen gehe man alsbald zur lautlichen Einprägung leichterer singbarer Liedchen über, die nach den in Karl Kühn, Französisches Lesebuch für Anfänger, 1897, S. X=XIII gegebenen Lauttexten eingeprägt werden können. Der UÜbergang zur Schrift erfolgt am besten später, etwa nach einem dreimonatlichen Unterricht, um den Schüler durch das vorläufige Fernhalten der Schreibung ein möglichst sicheres lautliches Unterscheidungsvermögen gewinnen zu lassen. Die wichtigsten Regeln der Rechtschreibung werden gewonnen, indem man zuerst vom Laut zur Schrift übergeht, die einzelnen Laute und ihre Schreibung systematisch durcharbeitet und vorkommenden Falls von der Schrift auf den Laut zurück- schliessen lässt.

¹ An unserer Schule wird die Fibel von Bangert benutzt, die den Laut sorgfältig berücksichtigt.