Aufsatz 
La Martelière und seine Bearbeitung Schiller'scher Dramen auf dem Theater der französischen Revolution / von Heinrich Doberenz
Entstehung
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namens der Abgehenden warme Dankesworte an die Lehrer, und der Schüler Drache rief namens des zurückbleibenden Cötus den zumeist in das bürgerliche Leben übergehenden Freunden herzliche Abschiedsworte zu.

Das neue Schuljahr begann mit der Aufnanmebräfung der angemeldeten Schüler; die Zahl derselben betrug 39, sodaſs Tags darauf der Unterricht mit einem Bestande von 114 er- öffnet werden konnte. Zugleich trat mit dem 18. April, zunächst provisorisch, in das Lehrer- kollegium ein der von dem Stadtgemeinderate für die neuerrichtete 7. Oberlehrerstelle berufene Cand. rev. min. Adolf Lifsner. der über seinen Lebens- und Bildungsgang Folgendes mit- zuteilen hat:

Adolf Robert Lifsner wurde zu Löbau am 2. Juli 1855 geboren. Seine erste Schul- bildung genoſs er in seiner Vaterstadt, welche er 1868 verliefs, um die Bürgerschule mit dem Gymna- sium zu vertauschen. Seine Gymnasialbildung erhielt er anfangs in Leipzig im Modernen Gesamt- Gymnasium des Dir. Dr. Zille, besonders aber von Michaelis 1869 an in Zittau. Ostern 1875 bestand er daselbst die Maturitätsprüfung und bezog hierauf die Universität Leipzig, um Theologie zu studieren. Im Sommer des Jahres 1879 machte er sein examen pro candidatura et lic. conc. und nahm dann eine Stelle als Lehrer an der Teichmannschen Unterrichts- und Erziehungsanstalt in Leipzig an. Ostern 1881 schied er aus dieser Stellung, um den Sommer über sich nochmals theologischen Studien an der Universität Rostock hinzugeben. Von hier in die Heimat zurückgekehrt, unterzog er sich mit Erfolg im Herbste desſelben Jahres der theologischen Wahlfähigkeitsprüfung vor dem evangelisch-lutherischen Landeskonsistorium in Dresden. Den Winter über blieb er im elterlichen Hause und erteilte während dieser Zeit an der Löbauer Realschule wegen Mangels einer Lehrkraft aushilfsweise Unterricht. Ostern 1882 wurde er, da infolge der Erweiterung des mit der genannteu Anstalt verbundenen Progymnasiums die Errichtung einer neuen Lehrerstelle sich notwendig erwies, als provisorischer Oberlehrer an genannter Anstalt angestellt.

Durch diese Neuanstellung einer vollbeschäftigten Lehrkraft, die hauptsächlich infolge der auf den Wunsch des Stadtgemeinderates erfolgten successiven Errichtung dreier progym- nasialer Abteilungen notwendig geworden war. konnten für die letzteren die Ziele der drei Unterklassen des Gymnasiums nunmehr ernst und nachdrücklich erstrebt werden, wie nicht minder nur so die lange ersehnte Entlastung der übrigen an der Anstalt wirkenden Lehrer er- möglicht wurde.

Den Geburtstag Sr. Maj. des Königs Albert teierte die Anstalt am Sonntag, den 23. April, durch einen im Bürgerschulsaale vormittags 10 ½ Uhr abgehaltenen Festaktus. Der Festredner, Oberlehrer Lunze, wies zunächst auf die Bedeutung des Tages hin und sprach sodann von den Deutschen und Römern in den ersten vier Jahrhunderten unserer Zeit- rechnung, mit besonderer Berücksichtigung ihrer Stellungnahme zum Christentume. Auf den Vortrag folgte ein Chorgesang, und sodann brachten die Schüler Paul Dehne(Kl. II) und Arthur Reimann(Kl. III) entsprechende Gedichte zu Gehör. Mit dem gemeinschaftlichen Gesange des Sachsenliedes schlols die vom Geiste treuer Anhänglichkeit und Liebe zu unserem erlauchten Könige erfüllte Feier, die übrigens wieder durch eine stattliche Schaar von Teil- nehmern aus Stadt und Land ausgezeichnet wurde. b

Aus lokalen Gründen beschloſs das Lehrerkollegium, von einer gemeinsamen Sommer- wanderung mit den Schülern für dieses Jahr abzusehen, und so brachte das, Sommerhalbjahr abgesehen von den gesetzlich bestimmten Ferien lediglich die erwünschte, auch sonst glücklicherweise durch keinerlei erhebliche Störung unterbrochene Lehr- und Lernarbeit.

Die Feier des deutschen Nationalfesttages, die im Wesentlichen der vorjährigen glich. beging die Realschule am 2. September durch Veranstaltung eines öffentlichen Aktus im Bürger-