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4000 fl. traf er die Bestimmung, dass die Zinsen desselben zu gleichen Teilen den beiden rangsältesten Lehrern der Hermannstädter Mittelschulen ausbezahlt werden sollten.
16. Vom 12. bis 21. Dezember 1895 unterzog Se. Hochwohlgeboren, der Herr kön. ung. Regierungsvertreter und Oberstudiendirektor, kön. Rat Josef Elischer, unser Gymnasium und unsere Realschule einer eingehenden Visitation. Wohlderselbe besichtigte die Schulräum- lichkeiten und Sammlungen, nahm Einsicht in die Hefte für die schriftlichen Arbeiten, be- suchte den Unterricht in vielen Lehrgegenständen und sein wohlwollendes und fachkundiges Urteil gab uns mannigfache Anregung, wofür wir Wohldemselben zu stetem Danke ver- pflichtet bleiben.
17. Den Lehrern an der Elementarschule wurde die von der grösseren Gemeinde- vertretung bewilligte 10% Teuerungszulage mit Verfügung vom 14. Dezember 1895, P.-Z. 644 angewiesen.
18. Am 23. Dezember erhielten über Anordnung des löblichen Presbyteriums 18 bedürftige Schüler Geschenke an Wäsche, Schuhen, Winterkleidern und andere Gaben, wodurch dieselben zu lebhaftem Danke verpflichtet wurden.
19. Auch in diesem Winter erhielten 20 arme Schüler unserer Anstalten in der Volks- küche unentgeltliche Mittagskost.
20. Die durch den Abgang des Gymnasialprofessors Heinrich Müller erledigte Gym- nasiallehrerstelle wurde von dem löblichen Presbyterium in seiner Sitzung vom 25. Februar 1896 dem bisherigen Lehrer an der Mädchenschule Herrn Wilhelm Schiller verliehen und diese An- stellung mit Erlass des hochlöblichen Landeskonsistoriums vom 6. März 1896 Z. 664/1896 bestätigt.
21. In der Sitzung des löblichen Presbyteriums vom 20. März 1896 wurde der bisherige Supplent an der Realschule Herr Ernst Buchholzer zum Lehrer an der Mädchenbürgerschule gewählt. Herr Buchholzer wurde am 18. November 1891 an der Elementarschule und am 1. September 1894 als Supplent an der Realschule angestellt, und hat sich in dieser Zeit durch seine gewissenhafte und erspriessliche Dienstleistung den Dank der Anstalt erworben.
22. Am Charfreitag, welchen die Anstalt in herkömmlicher Weise feierte, hielten im grossen Hörsaale des Gymnasiums 2 Schüler der VIII. Gymnasialklasse Konrad Klein und Drnst Weiss in Gegenwart einer sehr zahlreichen Versammlung selbstverfasste Vorträge; dieser ein Gedicht über das Thema:»Höre das letzte Wort des Herrn am Kreuze und lerne daraus«; jener eine Rede über das Thema:»Durch Nacht zum Licht«. Der Bestimmung gemäss erhielt Konrad Klein die Jahreszinsen der Martini-Stiftung.
23. Der Supplent an der Elementarschule Herr Michael Fuss zeigte mit Eingabe vom 2. April an, dass er die Stelle eines Erziehers in dem Hause des an dem persischen Hofe in Teheran beglaubigten Gesandten Herrn Albert von Eperiessy angenommen habe, und legte in- folge dessen seine Supplentenstelle nieder. Mit dem Wunsche, dass er nach Ablauf der Ver- tragszeit von 3 Jahren gekräftigt an Körper und bereichert mit Erfahrungen, zu denen der Aufenthalt in dem fernen Lande wohl mannigfache Gelegenheit bietet, wieder in seine Heimat zurückkehre, entliess ihn die Anstalt aus ihrem Verbande. Die Stelle wurde vorläufig nicht besetzt, sondern die Stunden in der IV. Elementarklasse a bis zum Schlusse des Schuljahres von den übrigen Lehrern der Elementarschule erteilt.
24. Der Supplent an der Realschule Herr August Wigand war im Laufe des Schul- jahres zu wiederholtenmalen durch Krankheit an der Abhaltung seiner Schulstunden gehindert worden. Im März sah er sich endlich auf ärztliches Anraten genötigt, für den Rest des Schul-


